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Die POSITIVE Seite

Es gibt auch gute Nachrichten: Positive Entwicklungen, sinnvolle Aktionen und Informationen, die andere und uns motivieren. Auf dieser Seite stellen wir sie vor.
"Kultur ist das Vergnügen, die Welt zu verändern" - Bertolt Brecht

Freitag, 18. April 2014
Einrichtung einer ständigen Publikumskonferenz

»Am 28. Februar 2014 gründeten interessierte und kritische MediennutzerInnen in Leipzig den Verein „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien“ und legten damit den Grundstein für den Aufbau einer unabhängigen, demokratischen Kontroll- und Beschwerdeinstanz für die öffentlich-rechtlichen Medien … Angesichts der medial vielbeachteten, enormen Beteiligung von nahezu einer viertel Million MitzeichnerInnen an der sogenannten Lanz-Petition, sieht sich der Verein als aktiver Mittler zwischen kritischen BeitragszahlerInnen und öffentlich-rechtlichen Medien. Zweck des Vereins ist die Erlangung und Förderung von Medienkompetenz, demokratischer und kultureller Bildung, sowie der demokratischen Mitsprache bei der Umsetzung des gesellschaftlichen Programm- und Bildungsauftrages ... „Nur durch das transparente Führen der längst überfälligen, politischen Debatte über Qualität und Strukturen der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten kann das Vertrauen des Publikums zurückgewonnen werden. Auch wenn sich die Akteure im ‚Lanz-Streit‘ geeinigt haben, bedeutet das nur einen vorübergehenden Burgfrieden. Anstelle einer ‚Medien-Politik-Phalanx‘ als Versorgungswerk für Talkmaster und Werbeindustrie, muss das Öffentlich-Rechtliche wieder zur freien Meinungsbildung und zum eindeutigen Bildungsauftrag zurückkehren. Die Symbiose zwischen öffentlich-rechtlichen Medien und Politik kann nur der umfassenden und transparenten Information der Bürgerinnen und Bürger ohne vorgefasste, und der amtierenden Regierungspolitik zurechtgebogene, Meinung dienen …“ «, äußerte die Petentin und Vereinsgründerin Maren Müller.
Aus einer Meldung auf www.openpetition.de/petition/blog/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr
Offizielle Website zur aus Maren Müllers Petition hervorgegangenen Initiative mit Blog und öffentlichem Forum „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.“: Bitte Überschrift anklicken.

Dienstag, 1. April 2014
Gutes Regieren ist möglich

„Botswana zeigt: Reichtum kann gerecht verteilt werden.“ Unter diesem Titel zeigt ein Kurzbericht klar und deutlich auf: Was in Afrika, im Staat Botswana, geht, das geht in Europa, im Staat Deutschland, nicht. Angeblich. Und die Bürger dieses Staates lassen es sich gefallen. „…Botswana, die älteste Demokratie des Kontinents. Transparency International lobt, dass demokratische Strukturen in allen Bereichen des Landes zu finden sind … Botswana zeigt, dass es nicht auf die Größe eines Landes ankommt, sondern was man damit macht.“
Quelle und Artikel: Bitte Überschrift anklicken.

Samstag, 22. März 2014
Lebensmittelverschwendung - nein danke!

„Traurigerweise ist die Zahl der Menschen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind, mit der gegenwärtigen Krise weiter angestiegen, während die Zahl der Lebensmittelbanken gesunken ist, obwohl der Bedarf an Nahrungsmittelhilfe stark zugenommen hat. Paradoxerweise landen in der EU jedes Jahr bis zu 30% der Lebensmittel aus Haushalten, Supermärkten, Restaurants sowie in den einzelnen Etappen der Lebensmittelversorgungskette auf dem Müll. Dem müssen wir ein Ende setzen.“ - Aus der Berichterstattung einer Stellungnahme der Europäischen Kommission.
Belgien mit progressiver Politik
„In Belgien scheint man den anderen europäischen Ländern bereits einen Schritt voraus zu sein: In Herstal zumindest verbietet die Stadtverwaltung Supermarktbetreibern seit mehr als sechs Monaten unverkäufliche Waren wegzuschmeißen (ARTE-Dokumentation: http://info.arte.tv/de/belgien-lebensmittelverschwendung-nein-danke). Die nicht mehr zu verkaufenden Waren müssen gespendet werden. Halten sich die Supermarktbetreiber nicht an dieses Gesetz, so muss mit herben Sanktionen gerechnet werden. Im äußersten Falle kann sogar die betroffene temporär Filiale geschlossen werden. Supermärkte brauchen eine stetige Geschäftslizenz. Wird das neue Gesetz zur Lebensmittelsicherung nicht beachtet, so steht die Filiale ohne Geschäftslizenz da, die Folge der Laden bleibt geschlossen. Dieses Gesetz mag zwar einen Einschnitt für die Supermarktebtreiber bedeuten, doch war dieses Gesetz zur Lebensmittelsicherung lange überfällig. In diesem Zusammenhang bezweifeln Großhandelsvertreter die Effektivität des Gesetzes zur Lebensmittelsicherung. Es gebe ja Sonderangebote für Waren, die nicht mehr lange haltbar sind. So nehme die Zahl der unverkäuflichen Waren ab. Gesamtgesellschaftlich ist dieser Weg der preisreduzierten Ware allerdings nicht von hohem Nutzen. Mit dieser Kritik werden lediglich die Profiteinbußen der Supermärkte thematisiert. Was ist mit dem Teil der Gesellschaft, die sich nicht einmal die Sonderangebote im Supermarkt leisten können? Haben nicht gerade diese Menschen diese Nahrung am nötigsten? In der Region um Lüttich zum Beispiel ist die Zahl der Hilfsbedürftigen in den letzten fünf Jahren um 30 % angestiegen. In ganz Belgien leiden mehr als 200.000 Tausend Belgier an Unterernährung: Höchste Zeit also, dass das Herstaler-Gesetz in Europa schnell die Runde macht.“
Quelle und Bericht: Bitte Überschrift anklicken.

Montag, 17. März 2014
Demokratie von unten aufbauen

„Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte“
Der weiße Elefant – Symbol des Protests von Tunesien bis Dänemark: » In ganz Europa wehren sich Bürger gegen Megaprojekte, die vor allem einen Zweck haben: öffentliche Gelder in die Privatwirtschaft umzuleiten …
Seit 2011 treffen sich die Initiativen auf dem „Europäischen Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte“ … Zum dritten europäischen Forum 2013 in Stuttgart kamen rund 1.000 Besucher und mehr als 30 Initiativen … Gegner des geplanten Großflughafens in der Bretagne waren ebenso vertreten wie Aktivisten gegen die Lagerung von Atommüll im lothringischen Bure, die Fracking-Bohrungen im Bodenseegebiet und das Goldtagebauprojekt im rumänischen Rosia Montana, wo das Edelmetall mit Zyanid aus dem Gestein gelöst werden soll. Aus Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien kamen gleich mehrere Initiativen gegen Hochgeschwindigkeitszüge zum europaweiten Erfahrungsaustausch … „Das Prinzip Megaprojekt ist überall gleich … Das sind Vorhaben, die niemandem nutzen außer den Betreibern, Banken und Politikern. Hier geht es um die Umleitung öffentlicher Gelder in die Privatwirtschaft” … „Wir müssen aufhören mit der Unterwürfigkeit. Wir müssen uns selber ermächtigen, Bürgerversammlungen und Parlamente aufzubauen, neue demokratische Organisationen, die nicht von Goldman Sachs gesteuert werden.”
Das Susa-Tal ((im Piemont)) erprobt bereits Alternativen zur Parteiendemokratie. „Die Parteien werden hier nicht mehr gewählt” … Stattdessen stelle die No-TAV-Bewegung mit eigenen parteiunabhängigen Listen jetzt vielerorts den Bürgermeister. Diese beriefen regelmäßig Bürgerversammlungen ein. „Die Leute nehmen jetzt aktiver am öffentlichen Leben teil. Sie machen die Erfahrung, je mehr du dich beteiligst, umso mehr kannst du auch verändern. Das ist eine Entwicklung, die sich selbst verstärkt” … Das neugewonnene Interesse an der Politik verbinden die Talbewohner mit Bella Vita: In den Mahnwachenhütten, die sie in jedem Ort errichtet haben, gibt es Lesungen, Konzerte und Volksküchen, in denen piemontesische Köstlichkeiten zubereitet werden. «
Der ganze Bericht: Bitte Überschrift anklicken.
Überregionales Journal: www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/122/kritische-buerger-stoeren-1652.html
Die europäische Initiative: www.drittes-europaeisches-forum.de/
Das vierte Foum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte: 8. bis 11. Mai 2014 in Rosia Montana in Rumänien.

Montag, 17. Februar 2014
Errichtung einer großen Friedenszone

„Während an der Sicherheitskonferenz in München … mit viel Mediengetöse und -aufmerksamkeit neue Kriege geplant wurden, bei denen vor allem Deutschland «wieder mehr Verantwortung übernehmen soll» …, trafen sich am 28. und 29. Januar die Staats- und Regierungschefs der CELAC (Communidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) in Anwesenheit von Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon in Havanna, der Hauptstadt Kubas, zu ihrer Gipfelkonferenz.
Wer sich nicht direkt mit Lateinamerika beschäftigt und keine längere Recherchearbeit im Internet auf sich nimmt, erfährt nichts von diesem Gipfel der 33 Staats- und Regierungschefs, die sich als Vertreter ihrer Völker verstehen. So viel zur Pressefreiheit in der «freien westlichen» Welt.
Welche herausragende Bedeutung dieser Gipfel hat, wird durch die abschließende Erklärung … deutlich. Im Gegensatz zur westlichen Welt, die in München wieder einmal ihr wahres Gesicht gezeigt und die Kriegstrommeln geschlagen hat, planen diese 33 Länder die Etablierung einer Friedenszone in Mittel- und Lateinamerika. Damit wird eine Region von 600 Millionen Menschen und einer Fläche von 20,5 Millionen Quadratkilometern zum Vorreiter des Friedens auf unserer Welt.
Dass unsere Medien diese Konferenz totgeschwiegen haben, ist ein Skandal. Im folgenden Interview legt Alfred de Zayas (unabhängiger Experte an der UNO für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung) seine Beurteilung des Gipfels in Havanna und seiner Ergebnisse detailliert dar.“
Quelle und das Interview: Bitte Überschrift anklicken.

Dienstag, 14. Januar 2014
Warum McDonald's in Bolivien Bankrott ging

Das Rezept von McDonald's funktioniert fast überall auf der Welt - doch in Bolivien scheiterte es. Grund dafür war laut einem neuen Dokumentarfilm das Misstrauen der indigenen Bevölkerung in die «billig hergestellten» Produkte. Die Fastfood-Kette McDonald's hatte in Bolivien keinen Erfolg, acht Filialen des Fastfood-Konzerns mussten ihre Pforten schließen. Seit das Unternehmen vor 14 Jahren Niederlassungen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes - unter anderem La Paz, Cochabamba oder Santa Cruz de la Sierra - eröffnet hatte, hatte es keine einzige positive Geschäftsbilanz präsentieren können. Jahrelang unterstützte das US-Mutterhaus die bolivianischen Franchisen finanziell, doch dann zog es Konsequenzen. Das Gesundheitsportal «NaturalNews.com» analysierte die Gründe des kommerziellen Fiaskos. Das meist indigene Volk (etwa 60 Prozent der gesamten Bevölkerung) traute dem Fastfood nicht. Die Bolivianer hatten kein Vertrauen in Nahrungsmittel, «die so rasch, leicht und in großen Mengen hergestellt werden», heißt es im Artikel. Trotz den günstigen Angeboten hätten «die Einheimischen nicht ihre Gesundheit riskieren» wollen. Im neuen Dokumentarfilm «Warum McDonalds's in Bolivien versagte», debattieren Köche, Ernährungsberater und Historiker über die Entwicklung der Fastfood-Kette. Dabei kommen sie zum Schluss, dass die Bolivianer im allgemeinen «großen Respekt vor ihrem Körpern zeigen und sehr vorsichtig sind, welche Art von Nahrung sie konsumieren». Unter anderem weigern sich die Südamerikaner, «durch Technologie veränderte Nahrungsmittel» zu sich zu nehmen, kommen die Experten zum Schluss. Als Beispiel bringen sie die Herstellungsmethode der McRibs: Die «Rippchen» bestehen aus 70 verschiedenen Zutaten, darunter Azodicarboxamid, ein Treibmittel, das dem Mehl als Teigverbesserer zugesetzt wird und in der EU nicht erlaubt ist. Das «Fleisch» besteht aus einer Mischung aus Kutteln, Herz und gekochtem Magen, das danach zu einer Rippe geformt wird. McDonald's stelle die McRibs als «echte Schweinerippchen» dar, doch am Produkt sei nichts echt, behauptet der Autor auf «NatureNews.com».
Quelle: Bitte Überschrift anklicken.
Der Film: www.jmtfilms.com/201353/fast-food

Freitag, 27. Dezember 2013
Ein neues MUT-BUCH

Die Kunst des neuen Demonstrierens. Fast ein Drittel aller wahlberechtigten Deutschen ist in den letzten Jahren demonstrieren gegangen. Tendenz steigend. Vor unseren Augen verändern sich Deutschland und die Welt – und zwar durch die friedlichen Proteste ihrer Bewohner. Florian Kessler erzählt aus erster Hand, wie vielfältig das neue Engagement aussieht und weshalb es genau jetzt dringend Not tut, politische Anliegen selbst auf die Straße zu tragen. Er nimmt uns mit zu den Parkschützern von Stuttgart, den Anti-Nazi-Demonstranten von Dresden und den Bauern von Gorleben; er führt Gespräche mit passionierten Demo-Experten. Seine Beobachtungen und Ratschläge treffen den Nerv des neuen Mutbürgertums und laden ein zum Selber-Demonstrieren.
Florian Kessler, „Mut Bürger - Die Kunst des neuen Demonstrierens“, 240 Seiten, Preis: 14,90 €, ISBN 978-3-446-24153-4, Hanser Berlin.
Florian Kessler wurde 1981 in Heidelberg geboren. Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und lebt heute in Berlin. Als freier Journalist schreibt er u. a. für den Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung.
Erscheinungsdatum: 25.02.2013

Freitag, 20. Dezember 2013
Reparieren statt Wegwerfen

Flachbildfernseher könnten weit länger halten, wenn sie ein besseres Netzteil hätten, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Dass sie keines haben, sei Absicht. Die Folge seien wachsende Müllberge. Hersteller verhinderten auch, dass Verbraucher Schwachstellen wie Akkus austauschen können, etwa bei "iPhones" oder elektrischen Zahnbürsten. Oft sei auch deshalb die Reparatur eines Produkts nicht möglich, weil die Hersteller keine Ersatzteile bereitstellen oder die Reparaturkosten künstlich so hoch ansetzen, dass eine Reparatur unwirtschaftlich wird. Ein historischer Pakt gegen den Verbraucher: Angewendet wird die Praxis eingebauter Sollbruchstellen den Umweltaktivisten zufolge seit vielen Jahrzehnten. Ein aktenkundiges Beispiel dafür sei der Pakt, den zahlreiche große Glühbirnenhersteller wie Osram und Philips 1924 eingingen: Sie begrenzten die Haltbarkeit von Glühbirnen absichtlich auf 1000 Stunden, obwohl schon damals technisch eine wesentlich längere Lebensdauer möglich war. Beweis dafür sei eine Birne in einer Feuerwache im kalifornischen Ort Livermore, die seit 1901 ununterbrochen Licht spendet. Politik, Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest hätten das Problem bislang nicht erkannt, beklagt Greenpeace. Und die Verbraucher könnten sich gegen das geplante Kaputtgehen kaum wehren: "Aus rechtlicher Sicht hat man wenig Handhabe", sagt die auf Verbraucherrecht spezialisierte Hamburger Anwältin Daniela Kirf-Busenbender. Die Beweispflicht liege beim Konsumenten. Und die Produzenten würden sich immer auf Verschleiß berufen.
Quelle: www.3sat.de/page/?source=/nano/technik/162369/index.html

Eine neue Bewegung macht Front gegen „Kaputtbar“-Produkte - Repair-Cafés
Mit Schraubenziehern gegen Elektroschrott (3Sat/Nano-Magazin-Berichte): "Aus Konsumenten werden Prosumenten". In Reparaturcafés oder der "I-fix-it-Bewegung" tauschen sich Menschen aus, wie sie Geräte am besten reparieren können. Auf der Webseite von "I fix it" wird detailliert in Text und Bild erläutert, wie ein "iPhone-Akku" ausgetauscht werden kann. Der Oldenburger Umweltökonom Prof. Niko Paech spricht von einer "subversiven Bewegung des Reparierens, Instandhaltens und Rekombinierens" - "Aus Konsumenten werden Prosumenten", sagt er. "Sie geben sich nicht damit zufrieden, aus verschiedenen Konsumangeboten zu wählen, sondern produzieren selbst und versuchen, aus den vorhandenen Endprodukten mehr herauszuholen." - "Sowohl Praktiker als auch Abfallexperten sind sich seit langem einige, dass in dem, was landläufig als Elektroschrott bezeichnet wird, in vielen Fällen durchaus gebrauchsfähige Objekte drinstecken", sagt der Berliner Volkswirt und gelernte Elektriker Frank Becker. Er half, das Projekt "ReUse Computer" aus der Taufe zu heben - dieses Netzwerk von Unternehmen bereitet nach eigenen Angaben pro Jahr 300.000 gebrauchte IT-Produkte auf und vermarktet sie weiter.
Quelle: Bitte Überschrift anklicken./index.html

Im Landkreis FFB: Freie evangelische Gemeinde Germering - Repair-Café Germering, c/o Gerhard Busch, Bahnhofplatz 10, www.germering.feg.de/RepairCafe, repaircafe@germering.feg.de

Sonntag, 10. November 2013
Die Gemeingüter-Bewegung

„Commoning“ - Die Gemeingüter-Bewegung als Strategie der Armutsvermeidung: Verteilungsgerechtigkeit kann durch Umverteilung und durch Primärverteilung entstehen. Umverteilung lindert das Symptom, Primärverteilung vermeidet das Problem. Ohne Primärverteilung steht Verteilungsgerechtigkeit auf einem instabilen Fundament – und Commons stehen für Primärverteilung. Jenseits der Verteilungsgerechtigkeit: Commons (Gemeingüter, Allmende) ermöglichen Primärverteilung. Verteilungsgerechtigkeit kann durch Umverteilung und durch Primärverteilung entstehen. Umverteilung lindert das Symptom, Primärverteilung vermeidet das Problem. Ohne Primärverteilung steht Verteilungsgerechtigkeit auf einem instabilen Fundament – und Commons stehen für Primärverteilung. Gegenwärtig wird in der Regel ein Ressourcenpool in Beschlag genommen, um die individuelle Verfügung durchzusetzen. Dann wird für den Markt produziert, über den anschließend verteilt und über staatliche Fiskal- und Sozialpolitik umverteilt wird. In einem commonsbasierten System nutzen Menschen einen kollektiven Pool gemeinsam und ge- und behandeln ihn so, dass nachträgliche Umverteilung überflüssig wird.
Der Commons-Blog: Bitte Überschrift anklicken.
Silke Helfrich veröffentlicht drei Thesen zum Commoning zur Armtsvermeidung:
http://commonsblog.wordpress.com/2013/11/06/commons-ermoglichen-primarverteilung; http://commonsblog.wordpress.com/2013/11/12/wo-commons-lebendig-sind-gibt-es-kein-elend; http://commonsblog.wordpress.com/2013/11/18/commons-unterwandern-die-krise-des-reproduktiven
Das Buch dazu: Silke Helfrich, Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.), “Commons - Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat“, 528 S., 24,80 €, ISBN 978-3-8376-2036-8
Die nicht enden wollende globale Finanzkrise zeigt: Markt und Staat haben versagt. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Organisation und Nutzung von Gemeingütern und Ressourcen, starken Zuspruch erfahren – nicht erst seit dem Wirtschaftsnobelpreis für Elinor Ostrom. Commons sind wichtiger denn je. Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern schöpfen aus der Fülle.
Dieser Band mit Beiträgen von 90 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und ein Wegweiser für eine neue Politik sein kann.
Was sind Commons: http://commonsblog.wordpress.com/was-sind-commons/
Der kostenlose „Gemeingüter-Report“ der Heinrich-Böll-Stiftung: www.boell.de/sites/default/files/Gemeingueter_Report_Commons.pdf

Donnerstag, 24. Oktober 2013
Das Gegenmodell zur Festung Europa

Warum haben die BewohnerInnen von Riace über die Jahre tausende Flüchtinge aufgenommen und sie ein, zwei Jahre mit Unterstützung, Bildung und Arbeit zur Ruhe kommen lassen? Warum ist die große Mehrheit des Dorfes nicht von der mittlerweile europaweiten üblichen Ausländerfeindlichkeit geprägt? Domenico Lucano erklärt sich das zum Einen mit der Erfahrung der massiven Abwanderung und den in Folge leerstehenden Häusern. Aber er sieht auch einen anderen Grund: "Riace liegt direkt am Meer: Es ist immer jemand übers Meer gekommen: Die Türken haben geplündert. Die Sarazenen auch. Die Griechen sind gekommen und haben sehr viel Kultur gebracht. Es war immer wichtig, sich darauf einzustellen, dass jemand kommt und man nicht weiß mit welcher Absicht. Deshalb war es immer wichtig, Leute zuerst mal freundlich aufzunehmen, um das herauszufinden. Verteidigung ist ohnehin nicht möglich. Das steckt in den Menschen hier. Diese Haltung ist die Basis für das Zusammenleben mit den Flüchtlingen hier."
Bürgermeister Domenico Lucano hält seine Città Futura für nichts Ungewöhnliches: "Wir haben getan, was zu tun ist. Was wir hier gemacht haben, ist normal. Dass es so außergewöhnlich erscheint, liegt daran, dass die Welt nicht mehr normal ist. Es hat dem Dorf irrsinnig viel Gutes gebracht."
Der Bericht: Bitte Überschrift anklicken.

Donnerstag, 26. September 2013
Bundeswerkstatt für mehr Demokratie

„Wir stehen in Deutschland an einem Wendepunkt: wenn wir die komplexen nationalen und globalen Herausforderungen unserer Zeit meistern wollen, müssen wir den Mut entwickeln, alte lähmende Gewohnheiten und Arbeitsweisen über Bord zu werfen und zu neuen Formen der Zusammenarbeit zu greifen … Die Bundeswerkstatt möchte zur Evolution unserer Demokratie beitragen und Bundesrat und Bundestag um eine dritte Kammer ersetzen. In dieser dritten Kammer werden keine Debatten geführt und keine Abstimmungen vorgenommen. Hier werden mit allen wichtigen Akteuren der Gesellschaft in offenen Prozessen Zukunftskonzepte entwickelt für Themen wie z.B. Energiewende, Gesundheitsreform, Finanzmarktregulierung aber auch grundlegende Fragen nach der Verfasstheit unserer Gesellschaft. Dabei können wir auf ein umfassendes Repertoire an Erfahrungen und Methoden für Beteiligungs- und Innovationsprozesse zurückgreifen, wie Sie in zukunftsweisenden Organisationen und Unternehmen schon gang und gäbe sind.
Deutschland benötigt eine Instanz, die umfassende und spartenübergreifende Zusammenarbeit organisiert, Innovation fördert und uns hilft, aktive Gestalter unserer Zukunft zu werden.
Mehr Infos: Bitte Überschrift anklicken.
PDF-Präsentation: www.bundeswerkstatt.de/wp-content/uploads/BundeswerkstattOeffentlich.pdf

Dienstag, 24. September 2013
„Jetzt reicht`s! 50 Anleitungen zum Bürgerprotest“

Ein neues Buch für uns alle: Im Buch werden Aktionen beschrieben, die jeder selber ausführen kann. Ziel des Projektes ist der Aufbau zivilgesellschaftlicher Gegenmacht, um dem überbordenden Einfluss internationaler Konzerne und ihrer willfähriger (oder ohnmächtigen) Politiker etwas entgegenzusetzen. Die 50 in diesem Buch beschriebenen Aktionen genügen dazu natürlich nicht. Sie sind nur ein erster Schritt. Das Projekt lebt davon, dass Bürger und Bürgerinnen weitere widerständige Aktionen finden!
Was jeder tun kann und soll: Die im Buch beschriebenen Aktionen ausprobieren, seine Erfahrungen auf der Webseite berichten und seine Meinung zum Projekt oder zu einzelnen Aktionen als Kommentar äußern.
Die Printversion des Buches, in dem alle 50 Aktionen detailliert beschrieben werden kostet 14,90 €, die ebook-Version 8,99 €. Der Autor wird den Gewinn aus dem Buchprojekt zivilgesellschaftlichen Organisationen (z.B. an greenpeace, attac, Amnesty international, Lobby Control, Saubere Kleidung) spenden. Das Buch beschreibt:
Gegen welche Missstände wir etwas tun können und sollten
Wie dabei Schritt für Schritt vorgegangen werden muss
Welche politische Wirkung eine Aktion haben kann
Mit welchem Aufwand zu rechnen ist
Welche Risiken eingegangen werden und welche Nebenwirkungen drohen
Auch der Spaßfaktor wird nicht vergessen
Zur Webseite des Buchs: Bitte Überschrift anklicken.

Dienstag, 27. August 2013
Schweiz will Managergehälter begrenzen

Der Sieg, Anfang März 2013, war überwältigend: Zwei Drittel der Schweizer stimmten dafür, dass in Zukunft die Aktionäre bei der Höhe von Vorstandsgehältern ein Wörtchen mitzureden haben. Das Volk hatte gesprochen - und traf die Top-Manager ins Mark. Die waren sich ihres Sieges sicher. Doch in der Schweiz hat sich etwas geändert. Das Volk hat von den Abzockern die Nase voll. Und schon steht die nächste Initiative vor der Tür: Das Maß ist voll - der Name "1:12". Im November 2013 kommt es zur Volksabstimmung. Wieder geht es um das Gehalt der Top-Manager. Und diesmal wird es ernst: Gewinnt die Initiative, dann dürften Schweizer Spitzenmanager in Zukunft nicht mehr als das Zwölffache des Mitarbeiters der untersten Lohnstufe ihres Unternehmens verdienen. Tausende Manager zittern nun um ihre satten Gehälter. Die Chancen für einen weiteren Anti-Abzocker-Erfolg stehen bestens. Experten wundert das kaum: Zu dreist haben die Spitzenmanager in den letzten Jahren abkassiert. Nun wollen ausgerechnet die sonst so kapitalverliebten Schweizer den Selbstbedienungsladen schließen.
Quelle: Bitte Überschrift anklicken.

Samstag, 13. Juli 2013
Permakultur

"Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde" (Bill Mollison)
"Die weltweit wachsende Permakultur-Bewegung (...) zeigt Wege in eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft auf. Menschen wie Masanobu, Bill Mollison, David Holmgren und Sepp Holzer, die die Permakultur weiterentwickeln und vermitteln, zeigen uns Alternativen, wie wir wieder mit der Natur und nicht gegen sie leben können" (Joe Polaischer). »Permakultur setzt sich aus der Verknüpfung der Begriffe "permanent" und "agriculture" zusammen und bedeutet dauerhafte Landwirtschaft. Begründet hat diesen Begriff der Australier Bill Mollison, welcher 1981 auch den alternativen Nobelpreis für die "Vision der Permakultur" erhielt. Vorbild Mollisons waren natürliche und naturnahe Ökosysteme, aber auch die Art und Weise, wie indigene Völker mit ihren Ressourcen umgehen.
Die Wirtschaftsweise der Permakultur steht im krassen Gegensatz zur industriellen Landwirtschaft und ihrem Streben nach Produktions- und Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die ökologischen Auswirkungen. In der Permakultur orientiert man sich an natürlichen Systemen und versucht über deren "Übersetzung" in eine landwirtschaftliche Kultur, ein dauerhaftes und stabiles Landnutzungssystem zu kreieren. Grundprinzip ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen. Permakultur ist ein Denkprinzip, das mittlerweile auch in der Gestaltung sozialer Strukturen, Landschaftsplanung, Architektur, Stadtplanung und Energieversorgung Anwendung findet.«
Wofür Sepp Holzer, Permakultur-Pionier und gerne Agrarrebell genannt, steht:
„Permakultur bedeutet lebenslanges Beobachten und Lernen. Es liegt in der Natur der Sache, dass jeder Mensch, der sich mit einer Thematik beschäftigt, Unterschiedliches erfahren und entdecken wird. "Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen" (Heraklit). Wir denken, dass die Flammen bereits entzündet sind und dass jede Weiterentwicklung für die Landwirtschaft im Allgemeinen und für die Permakultur im Speziellen gut ist.“
Er lehrt:
Achtsamer Umgang mit der Erde - Achtsamer Umgang mit den Menschen - Selbstbegrenzung und Überschussverteilung - Langfristig statt kurzfristig - Vielfalt statt Einfalt - Optimieren statt Maximieren - Kooperation statt Konkurrenz
Sein neuestes Buch:
Sepp Holzer, "Wüste oder Paradies. Holzer'sche Permakultur jetzt!" - Leopold Stocker Verlag, 208 Seiten, € 21,90, ISBN: 978-3-7020-1324-0
Alles über Sepp Holzer, den Krameterhof, seine vielen Projekte und die Permakultur: Bitte Überschrift anklicken und auf www.krameterhof.at

Dienstag, 18. Juni 2013
OYA – eine Zeitschrift, zu der man OH JA! sagt.

Welt und Zeit sind schrecklich, aber was kann man dagegen schon tun? „Die Muddi macht das schon“, sagen viele. Andere blasen ihr, den Politikern, Finanzmagnaten und Konzernchefs auf Demos den Marsch. Denn es geht nicht weiter so. Wer das begriffen hat, will verändern. Aber wie, was tun und wann und wie, mit wem und wo?
OYA ist von vorn bis hinten voll mit Antworten auf genau diese Fragen. Dass es so viele Antworten gibt, liegt daran, dass nichts alternativlos ist. Und weil es auf der Welt bereits viele alternative Aktivitäten, Projekte und Vorhaben gibt, ist es möglich sechsmal im Jahr hundert Seiten damit zu füllen. Erstaunlich, denkt man beim Lesen auf jeder Seite, was alles geht, was es alles bereits gibt und was man alles tun kann, wenn man nur wollte.
Wussten Sie das schon:
• Konstruktionspläne findet man lizenzfrei im Internet, das Wissen über ihren Bau wird großzügig weiterge¬geben, die Ausgangsmaterialien stehen in der Stadt ¬herum, und wenn sie fertig sind, werden sie gemeinschaftlich genutzt: Lastenfahrräder werden zu echten Commons.
• Mehr als 200 Münchener Familien sind auf dem Weg, gemeinsam eine Gärtnerei zu betreiben und sich regional zu ernähren.
• In Leipzig, Zürich, Berlin und Vorpommern finden sich Allmende-Brotback-Initiativen: Die einen versorgen sich mit »nicht-kommerziellem« Mehl im Gemeinschaftsbackhaus, die anderen organisieren sich als solidarisches Landwirtschaftsprojekt oder tauschen ihre Brotdelikatessen gegen Theaterkarten.
• Wie ein sorbisches Dorf den Gemeinsinn kultiviert.
• Es kommt darauf an, wie es behandelt wird: Öffentliches Eigentum kann Gemeingut werden.
• »Das Land denen, die es bearbeiten!« Landbesetzungs¬projekte in Spanien pochen auf das Menschenrecht auf Boden.
• Tausende traditionelle Gemeinden im Senegal wollen Ökodörfer werden. Im Senegal plant die Regierung, 14 000 Dörfer durch die Umwandlung in Ökodörfer zukunfts¬fähig zu machen.
• Erfahrungen beim Versuch, Wohnräume zu gemeinschaftlichen Räumen werden zu lassen.
• Die lange Geschichte der bis heute wachsenden Kooperativenkultur von Cecosesola. Die Kooperative in ¬Venezuela sieht sich am Anfang einer langen Transformation. »Die Arbeit selbst ist nicht so wichtig; wichtig ist, dass ich die ganze Zeit mit Freunden zusammen bin, mit meiner Familie, mit Menschen, die ich liebe … Es gibt bei uns keine Hierarchien«, sagt Vargas. Es gibt keine Manager oder Präsidenten. Sie habe nie das Gefühl, zu arbeiten. Unter anderem liege das daran, dass sie keinen Chef habe.
(Einige Themen aus dem neuen Heft.)
Alle Artikel sind auf der Homepage veröffentlicht: Bitte Überschrift anklicken.
Ein Probeexemplar kann jederzeit bestellt werden. Besser noch ist es, OYA zu abonnieren: leserservice@oya-online.de


Montag, 17. Juni 2013
„Transition Europe“

„Mir ham’s satt!“ – diesen Ausspruch machen derzeit sehr viele Menschen in vielen Ländern der Welt, ungeachtet ihrer staatlichen Verfasstheit. Neoliberale Wirtschafts- und Finanzverwerfungen werden auf den Rücken der Armen, Prekären und des in Abhängigkeiten gehaltenen Mittelstands abgewälzt. Verwerfungen finden sich auf allen Gebieten der Gesellschaft und des Lebens, ob es ums Essen geht, ums Wasser, um Luft, Lärm, Landwirtschaft, Bauvorhaben, Bankgeschäfte, Börsen, Militäreinsätze und oder … überall werden Gesetze übertreten, Menschen missachtet, Kriege geführt, die Natur zerstört und somit unsere Zukunft.
Für eine bessere Welt einzustehen, ist notwendig. Und Wege zu finden und sie zu gehen.
Doch ebenso gegen die schlechten und falschen Verhältnisse zu protestieren und sie zu verhindern.

Die „Transition Europe“-Initiative verbindet beides: Für und Gegen – alternative Projektpolitik und Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse. Denn ein erfolgreicher Übergang zu einer kooperativen, solidarischen, demokratischen und friedlichen Gesellschaft basiert auf der Überwindung des bestehenden Systems. Nachrichten, Berichte und Dokumentationen über Protestaktionen und alternative Projekte und Initiativen versammelt europaweit „Transition Europe“:
Bitte Überschrift anklicken.

Freitag, 17. Mai 2013
Plastik-Tüten-Verbot

Mehr als 600 Milliarden Plastik-Tüten werden Jahr für Jahr weltweit produziert, genutzt und weggeworfen. Vielfach landen sie als Abfall in den Flüssen und schließlich in den Weltmeeren. Dort gibt es bald mehr Plastik-Tüten als Fische.
In Bangladesch, China, in Australien und in einigen US-Großstädten sind Plastik-Tüten bereits verboten. Im pazifischen Staat Palau müssen Reisende, die eine Plastiktüte bei sich haben einen Dollar Strafe bezahlen. Sansibar ist noch strenger: wer hier Plastiktüten einführt oder verteilt wird mit bis zu 1.560.-- Euro Geldstrafe belegt.
In Irland wird pro Tüte eine Zwangsabgabe von 44 Cent verlangt. Seither ging der Verbrauch pro Jahr und Bürger von 328 auf 18 Tüten pro Jahr zurück – also um weit über 90 Prozent. Der Kampf gegen den zunehmenden Plastik-Müll kann also durchaus erfolgreich sein.
Quelle und Bericht: Bitte Überschrift anklicken.


Freitag, 10. Mai 2013
Essbare Städte?

Die Idee ist einfach und überzeugend: Im gemeinschaftlichen Tun für die Versorgung aller sorgen. Jeder kann seinen eigenen Beitrag leisten, damit für alle genug da ist. Frisches, vitaminreiches Obst und Gemüse, ohne chemische Behandlung, Konservierungsstoffe und Bestrahlung, das schmeckt und gesund ist. Nebenbei wird Müll gespart. Die Kinder lernen, woher das Essen kommt. Viele Zwischenhändler, Handelsketten, Konzerne, Lkw-, Flug- und andere Transporte, Energiekosten u.v.m. werden überflüssig. Darunter leiden werden Profite, Eigentumsrechte, Wirtschaftswachstum u.a.m.
Kann es sich unser kapitalistisches Wirtschaftssystem leisten, dass die Menschen solche Dinge in die eigene Hand nehmen? Werden unsere regierenden Politiker diese „Open Source“-Bewegung zulassen?
Aus einem Bericht der Zeitschrift „Sein“:
» Immer mehr Städte weltweit sind auf dem Weg, ihre Grünanlagen in essbare Landschaften zu verwandeln … In den USA wurde in der Stadt Seattle gerade ein erstaunlich ehrgeiziges Projekt gestartet: Der Beacon-Food-Forest wird eine öffentliche Fläche in einen essbaren Permakultur-Wald verwandeln … Es entsteht eine lebendige, essbare Landschaft, die wächst, wie ein wildes Öko-System … Exotische Früchte, Nüsse und Beeren, ein Community-Center für Workshops, Kinder-Bereiche, umsäumt von dornenlosen Esspflanzen, Liegewiesen, offene Plätze für Versammlungen - und Essbares, soweit das Auge reicht. Alles in diesem Wald, von den größten Bäumen bis zu den Wurzeln der Karotten wird essbar sein … "Die Menschen waren zunächst besorgt, jemand könnte ihre Blaubeeren klauen", erinnert sich Harrison vom Food-Forest in Seattle. "Aber wir sehen das so: Wenn wir am Ende der Saison keine einzige Blaubeere mehr finden, dann waren wir erfolgreich." Es ist die Freude, etwas zum Wohle des Ganzen zu schaffen, welche die Menschen mit Begeisterung erfüllt und sich in ungewöhnlichem Engagement zeigt. Initiativen wie diese geben die Städte ein Stück weit ihren Bewohnern zurück und öffnen sie wieder für die Natur, das Leben und ein gemeinschaftliches Miteinander. Denn es macht einen großen Unterschied, ob an Grünflächen ein Schild steht, dass "Betreten verboten!" lautet, oder eben: "Bedien' dich!" «
"Essbare Städte" in Deutschland:
Andernach - www.andernach.de
Freiburg – Essbares Rieselfeld
Halle (Waldgarten) - www.essbarer-waldgarten.de
Heidelberg – essbaresheidelberg.wordpress.com
Kassel - www.essbare-stadt.de
Beispiele und Hintergründe:
Todmorden: Die unglaublich essbare Stadt
Urbane Gärten und Urban Farming erobern die Städte
Guerilla Gardening - urbane Kampfbegrünung in der Großstadt
Der ausführliche Bericht: Bitte Überschrift anklicken.

Montag, 6. Mai 2013
Häuser ohne Fremdversorgungsnetz

Das RACHEL-Architekturkonzept ist ein Open-Source-Projekt zur Entwicklung kostengünstiger modularer und nachhaltiger Wohnkörper (unter 25.000 Euro).
In Köln läuft ein Open-Source-Architekturwettbewerb mit dem Ziel, Häuser zu entwickeln, die nicht mehr auf Fremdversorgungsnetze setzen, sondern Strom selber produzieren, Wasser bereitstellen, Wärme liefern. Die Häuser sind nachhaltig, weil sie möglichst geschlossene und regionale Kreisläufe initiieren: Durch die Verwendung von regional verfügbarer Dämmung wird der Heizbedarf auf Passivhausstandard minimiert. Zum Einsatz kommen nur Materialien, die entweder traditionell im Hausbau Verwendung finden oder neu entwickelte Materialien, die vollständig kompostierbar sind. Das Haus wird 24 Quadratmeter groß sein. Wem das nicht reicht, der kann das Raumangebot vergrößern: Die Baukörper sollen sich an allen sechs Seiten des Raumes miteinander verbinden lassen, so dass größere Einheiten entstehen können, und das bis zu fünf Geschossen hoch. Somit ist auch verdichtetes Bauen in Städten möglich. Interessant ist auch die Option, kurzfristig innerstädtische Konversionsflächen zu besiedeln. Die Gebäude sind nämlich mobil und lassen sich de- und remontieren. Dadurch könnten Kommunen Flächen einer Zwischennutzung zuführen, die jahrelang brach liegen, etwa alte Güterbahnhöfe oder aufgegeben Militärflächen.
Das ganze Projekt: Bitte Überschrift anklicken.

Freitag, 19. April 2013
Sarkophag über Heckler & Koch

Das „Zentrum für politische Schönheit“ meldet:
Aktion „Sarkophag Oberndorf: Mit Architektur Leben retten“
»Baupläne für ein Jahrhundertwerk der Humanität: Wir wollen den Sarkophag, der die Strahlung in Tschernobyl zurückhält, über die Waffenfabrik von „Heckler & Koch“ in Oberndorf bauen, damit ihr keine tödlichen "Produkte" mehr entweichen. Deutschlands tödlichste Fabrik soll zugeschüttet werden. Die Waffenfirma „Heckler & Koch“ hat in den vergangenen 25 Jahren – abseits großer Schlagzeilen – 375x so viele Menschen getötet wie die Atomkatastrophe von Tschernobyl.«
Bei der Atomkatastrophe in Tschernobyl sind in 25 Jahren 4.000 Menschen gestorben. Das schafft Heckler & Koch in 40 Tagen! Deshalb wollen wir den Sarkophag, der in Tschernobyl errichtet wurde, über Deutschlands tödlichstes Unternehmen bauen, damit ihr keine sog. "Produkte" mehr entweichen. Poster vom Sarkophag (Format A1) gibt es für Spenden ab 10 Euro.
Zentrum für Politische Schönheit: http://www.politicalbeauty.de
Das Video zum Projekt (3 Minuten): Bitte Überschrift anklicken.

Mehr: http://www.indiegogo.com/projects/sarkophag-oberndorf?c=gallery

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