Filme für eine bessere Welt



"Human"

Interviews mit 2000 Menschen aus 60 Ländern - Ein Film von Yann Arthus-Bertrand
Was ist dein Zorn, dein Schmerz, deine Hoffnung? Was ist deine Wunde? Yann Arthus-Bertrand hat Menschen auf der ganzen Welt einfache, essentielle Fragen gestellt. "Human" nennt er sein Filmprojekt. Interviews mit 2000 Menschen aus 60 Ländern. Der Blick der Menschen immer direkt. Die Geschichten auch. Ehrlich, hart, bewegend. Yann Arthus-Bertrand, 69, ist einer der berühmtesten Fotografen der Welt, Ehrenlegionär. Vor allem aber: Menschenfreund und Zeitgenosse. "Ich finde es fantastisch, wie ihr Deutschen euch gegenüber den Flüchtlingen verhalten habt", begrüßt er das "ttt"-Team bei den Dreharbeiten in Venedig. "Das hat mich tief berührt, als ich die Willkommensschilder gesehen habe. Es ist toll zu sehen, wenn Menschlichkeit doch mal auftaucht. Das ist auch ein Thema meines Films: Es gibt einem Punkt im Leben, an dem du entscheiden kannst, auf welcher Seite du stehen willst."
Film-Webseite: www.human-themovie.org
Bericht auf TTT: www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/yann-arthus-bertrand-human-100.html


I want to see the Manager

Absurdität, Chaos und kein Durchblick? – Ein fragendes Abbild unserer Welt
I WANT TO SEE THE MANAGER ist ein episodischer Dokumentarfilm über die geopolitischen Umwälzungen im globalen Machtgefüge im Spiegelbild der Lebenswelten jener, die diesen Planeten bewohnen. Eine Ästhetik des Widerstands. Hannes Lang begibt sich auf eine assoziative Reise und fragt nach der Zukunft einer Welt, die eigentlich längst verloren scheint.
„I Want to See the Manager“, PETROLIO FILM GmbH; Deutschland, Italien 2014; 93 Minuten; Regie Hannes Lang; Drehbuch Mareike Wegener, Hannes Lang.
Aus der Presseinformation: » Angesichts der fortschreitenden Umstrukturierung innerhalb des globalen Machtgefälles spürt ‚I want to see the Manager‘ dem fragilen Bündnis zwischen wirtschaftlichem Ab- und Aufstieg nach. In sieben Episoden, die in Indien, Bolivien, China, USA, Italien, Thailand und Venezuela angesiedelt sind, enthält jeder Ort Fragmente eines anderen und zeugt jede Episode von den Hoffnungen und Bedürfnissen ihrer Protagonisten. In der Gegenüberstellung der lokalen Erfahrung der Menschen mit der Wirklichkeit einer globalen Weltwirtschaft hinterfragt der Film unser Verständnis von Aufschwung und Zerfall" – „Seitdem die Menschheit das Konzept des Eigentums kennt, ist sie gespalten in jene, die haben, und jene, die nicht haben. Über lange Zeit hinweg manifestierte sich dieses Prinzip in der Unterscheidung zwischen "Industriestaaten" und "Entwicklungsländern" und nie hätte man geglaubt, dass dieses vermeintliche Gleichgewicht auszuhebeln wäre. Nun jedoch ist die Ordnung ins Wanken geraten... Gerade noch hatten wir Vollbeschäftigung, Wachstum und Wirtschaftswunder - Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Wie konnte das passieren? ...Wir brauchen keine Geschichtsbücher zu wälzen, denn wir können zur gleichen Zeit Entwicklungsstufen ein und desselben Systems an verschiedenen Orten dieser Welt beobachten. «
Aus einem Kommentar: » Analyse ist nicht die Stärke dieses Films. Der Titel geht auf den Witz von William S.Burroughs zurück, wenn ein Außerirdischer landen und sehen würde, wie es auf der Erde zugeht, würde er wohl sagen: "Ich will sofort den Geschäftsführer sprechen!" Doch die Beschwerdeabteilung der Menschheitsgeschichte nimmt keine Reklamationen mehr an und unsere Existenz ist vom Umtausch ausgeschlossen … "I want to see the Manager" zeigt wohl keine "Entwicklungsstufen", sondern eher diffuse Abstiegsängste - und dass es vielleicht manchmal doch ganz gut wäre, ein paar Geschichtsbücher zu wälzen. « (Thomas Barth auf Telepolis: www.heise.de/tp/artikel/45/45892/1.html)
Kritik und Trailer: www.critic.de/film/i-want-to-see-the-manager-8480
Aus einer Kritik: » Trotzdem ist es am Ende ausgerechnet eines der Länder, denen ein wirtschaftlicher Aufschwung vorausgesagt wird, in dem Lang eine mögliche Zukunft findet – wenn auch anders als erwartet. In der venezolanischen Hauptstadt Caracas steht ein beeindruckendes Hochhaus, das im Auftrag einer Bank entstand, die dann jedoch pleite gegangen ist. Heute leben in diesem Monument der Krise die Armen des Landes ihre eigene Utopie. In einer selbstverwalteten Mikrogesellschaft bekommen hier diejenigen eine Chance, die ansonsten vor die Hunde gehen würden. Auch die Bilder aus diesem Haus wirken mitunter, als entstammten sie einem Science-Fiction-Film. Zugleich lassen sie aber auch den letzten Glauben an eine Welt aufkommen, für die der Film zuvor nur wenig Hoffnung hatte. «


Ohne Rast. Ohne Eile.

Buenos Aires, Dezember 2012. Die andere Seite der Weltkugel. Ein sommerheißes Weihnachten ist wenige Tage entfernt. Die Stadt erledigt ihre letzten Einkäufe. Flirrende Hitze steht über dem quirligen Verkehr. Das Bundesparlament trifft seine letzten Entscheidungen. Die Polizei döst in Gleichgültigkeit. Ganz plötzlich strömen hunderte Indigene durch die Straßenschluchten in das Stadtzentrum. Die Uralten, die Frauen, die Männer und die Kinder sperren erst die Hauptverkehrsstraße vor dem Parlament, dann alle Seitenstraßen. Aktivistinnen und Aktivisten urbaner Gruppe schließen sich den Indigenen an. Gemeinsam verwandeln sie die Straßen in fahnenbunte Tanzplätze und entsenden ihre Unterhändler in den Congreso. Die Heimat der Indigenen liegt fast eintausend Kilometer entfernt in einem zweiten, einem anderen, einem vergessenen Argentinien ohne Wolkenkratzer, ohne Fernsehempfang und ohne Krankenhäuser. Ihre Heimat ist das staubige Buschland des Nordens. Die Heimat ist bedroht. Denn genetisch verändertes Saatgut und chemischer Dünger haben den Sojaanbau nun auch in den kargen nördlichen Regionen rentabel gemacht. Das Land wird zum Spekulationsobjekt von Monsanto & Co. Wie schon am Anfang der kolonialen Geschichte des Landes sollen die Indigenen wieder einmal weichen. Doch diesmal kommt alles anders als erwartet. Sie weichen nicht. Sie leisten Widerstand. Es ist ein Kampf, der zwanzig Jahre währt. Die Indigenen schlagen nicht nur die Landräuber in die Flucht, sondern sie haben damit begonnen, in ihren Territorien die Staatsgewalt durch eigene, egalitäre Strukturen zu ersetzten. Sie errichten neue Brunnen, Solaranlagen, eigene Schulen und nun ein erste Universität, die das Lehren und Lernen neu erfindet. Im Kampf gegen die multinationalen Agrarkonzerne globalisieren die Campesin@s die Hoffnung.
„Ohne Rast. Ohne Eile.“ (Dokumentarfilm, ARG/D, 60 min., OmU, 16:9) ist ein partizipatives Projekt der „Kameradistinnen“. Der Interviewführung zugrunde lagen zahlreiche Botschaften von Menschen aus der Bundesrepublik an die Indigenen. Sie entstanden als Reaktionen auf unseren thematisch verwandten und ersten gemeinsamen Kinofilm „Sachamanta“. „Ohne Rast. Ohne Eile.“ gäbe es nicht ohne die finanzielle, logistische und ideelle Unterstützung im Rahmen des Projektes „Espejo“ von über einhundert Menschen, Stiftungen und kleinen Unternehmen, die im Abspann des Filmes gewürdigt werden. Aus dem Projekt „Espejo“ entstand zudem auch der Kurzfilm, Tincunacuy, der die Rückkehr des Filmes Sachamanta an seinen Handlungsort zeigt und auf dieser Seite angesehen werden kann. Die Kameradistinnen sind eine freie Assoziation für Dokumentarfilm und Dokumentarfotografie mit einem kritischen Bewusstsein für Politik und Gesellschaft.
Webseite: www.kameradisten.org/ohne-rast-ohne-eile


YES MAN – jetzt wird’s persönlich

Sie sind die Superstars der Protestbewegung in den USA: die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne bloß, Lobbygruppen oder Regierungen, um aufzurütteln und aufzudecken. In schicken Secondhand-Anzügen und mit wenig Schamgefühl schleusen sie sich in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der "Geiz-ist-geil" Kultur hinzuweisen.
Im dritten Teil der Trilogie DIE YES MEN - JETZT WIRD‘S PERSÖNLICH! (nach THE YES MEN und THE YES MEN FIX THE WORLD, Publikumspreis Berlinale 2009) sind die beiden Männer nun Mitte 40 und ihre Midlife-Crisis bringt sie beinahe dazu, ihre Aktivisten-Karriere endgültig zu beenden, obwohl sie gerade dabei sind, die größte Herausforderung ihres Lebens vorzubereiten: den Klimawandel zu stoppen.
Die Aktionen der Yes Man sind inzwischen legendär: Sie gaben auf einer gefälschten Pressekonferenz als Abgeordnete der US Handelskammer einen radikalen Kurswechsel der Klimapolitik bekannt und sprachen sich für die Einführung einer CO2-Steuer aus; sie verkündeten auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Namen Kanadas, dass die Regierung ihre Verantwortung für die verheerenden Folgen des nationalen Ölsandabbaus in Uganda anerkennen und für die dadurch entstandenen Schäden aufkommen werde ...
Ein Film über den Klimawandel, Eisbären, Öl-Multis und Lobbyisten - erfrischend ehrlich, frech, radikal und persönlich.
Webseite:www.dieyesmen-derfilm.de


AWAY

Fast mutet es an wie eine Flucht. Eine Flucht aus dem, was wir als Alltag bezeichnen. Im Film AWAY verlässt die Hauptfigur David Keller Deutschland, um sich in ein Abenteuer zu stürzen. Ihn hat die Maschinerie „Alltag“ mit ihren beiden stärksten Waffen verbraucht: Stetigkeit und Druck zwingen ihn zur Kapitulation und zum Ausbruch aus einer Welt, in der heute primär Ergebnisse zählen. Wenige Wochen später kommt er in Indien in einem Camp für Entwicklungshilfe an. Etwas Gutes möchte er tun, etwas, auf das er später einmal stolz sein kann. Was er aber kennenlernt, sind mehr als arme, durstige Kinder: Es ist eine Lebensart, wie sie der europäischen unähnlicher nicht sein könnte. Eine Mentalität, die weltweit ihresgleichen sucht und in der David nicht nur sich selbst neu entdeckt, sondern die Zuschauer sich ebenfalls
Webseite: www.away-film.com


LA BUENA VIDA – Das gute Leben

Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder. Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert. In Deutschland, England und Israel, in den Niederlanden, der Türkei, Japan und den USA produzieren die Kohlekraftwerke damit den Strom, der das Leben schnell, hell und warm macht. Jairo Fuentes ist entschlossen die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Betreibern der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo American und BHP Billiton stehen. Die Konzerne versprechen den Dorfbewohnern die Segnungen des Fortschritts, die Wayúu hingegen legen keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung und ein so genanntes «besseres Leben». Sie beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird. «La buena vida – Das gute Leben» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Energiekonsums, den das Streben nach Wachstum und Wohlstand verursacht.
Homepage und Trailer: www.dasguteleben-film.de/trailer
Verleih, Infos, Trailer:www.camino-film.com/filme/la-buena-vida-das-gute-leben


Pepe Mujica - Dokumentarfilm über den ehemaligen Präsidenten Uruguays
Ein früherer Guerrillero, der zum Präsidenten Uruguays gewählt wird, der in einer kleinen Finca statt im Regierungspalast wohnt, VW-Käfer fährt und den größten Teil seines Gehalts spendet, der mit Witz, Verstand und Leidenschaft seinen Ideen treu geblieben ist – gibt es das? Pepe Mujica ist als „der ärmste Präsident der Welt“ ein Begriff geworden. Der ehemalige Guerrillero gilt als eine der charismatischsten politischen Persönlichkeiten Lateinamerikas. Sein bescheidener Lebensstil und sein unkonventionelles Auftreten im politischen Protokoll machen ihn glaubhaft für jung und alt – nicht nur, weil er fast 90% seines Präsidentengehalts an soziale Projekte und NGOs spendet. Seine politischen Visionen erregen weltweites Aufsehen, zuletzt die spektakuläre Regulierung des Marihuanamarktes im Kampf gegen die Drogenmafia.
Die Biografie Pepe Mujicas ist abenteuerlich: Gründungsmitglied der Stadtguerilla „Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros“, Verhaftung, 14 Jahre in den berüchtigten Foltergefängnissen der Militärdiktatur, bis er und seine spätere Frau Lucía Topolansky 1985 nach der Rückkehr Uruguays zur Demokratie amnestiert werden. Auf einer kleinen Finca in der Nähe Montevideos bauen sie Blumen an, ihr politisches Engagement setzen sie als Parlamentsabgeordnete für die aus den Tupamaros hervorgegangene Partei Movimiento de Participación Popular fort. Von 2005 bis 2008 ist Pepe Mujica Landwirtschaftsminister, 2009 wird er als Kandidat des Parteienbündnisses Frente Amplio zum Präsidenten Uruguays gewählt. Lucía Topolansky, in der von der Verfassung vorgesehenen Funktion als Senatorin mit den meisten Wählerstimmen, nimmt ihm den Eid ab.
»Die Gesetze beißen nicht. Es sind die Menschen, die beißen. Aristoteles hat gesagt, sinngemäß: „Wenn die Menschen Gesetze beschließen, sind die Götter da. Wenn sie sie einhalten sollen, sind die Götter verschwunden.“ Es gibt Dinge, die weiß man erst, wenn man sie erlebt hat. Es gibt keine Lehrgänge für Präsidenten.« (Pepe Mujica)
Die Filmemacherin Heidi Specogna und der Kameramann Rainer Hoffmann haben Pepe Mujica und Lucía Topolansky über viele Jahre immer wieder besucht und ihr bewegtes Leben mit der Kamera begleitet. 1996 entstand ihr Film „Tupamaros“, der sich auf die Zeit in der Guerilla, die Gefängnisjahre und die Rückkehr ins Leben konzentriert. Ihr neuer Film „Pepe Mujica – Der Präsident“ ist das bewegende, Mut machende Porträt eines außergewöhnlichen Menschen, der sich mit seinen fast 80 Jahren seinen Lebensmut, seinen Witz, seine Menschlichkeit und die handfeste Hoffnung auf Veränderung bewahrt hat. Mit seinem ganzen Leben, seiner Haltung und seinen Visionen zeigt er vor allem eines: Dass es auch anders geht. »Ich lebe weiter hier wie bisher, mehr oder weniger. Das alles hat mich ein bisschen verändert, aber im Wesentlichen bin ich der Gleiche geblieben. Mein Leben ist ein bisschen komplizierter geworden, aber gut. das geht auch wieder vorbei, wie alles.« (Pepe Mujica)
Film-Homepage: http://pepe-mujica.de/zum-film.php
Trailer: http://pepe-mujica.de/trailer.php


Die Kraft der Schwachen

Dokumentarfilm Kuba/BRD 2014, 52 Minuten, Spanisch mit dt. Untertiteln. Idee, Regie und Produktion: Tobias Kriele, Kamera: Martin Broschwitz
Jorgito aus Camagüey kommt mit einer schweren Körperbehinderung zur Welt und erfährt von Geburt an die Unterstützung des kubanischen Bildungs- und Gesundheitssystems. Der unermüdliche Einsatz der Menschen in seiner Umgebung eröffnet Jorgito eine nicht für möglich gehaltene Entwicklung. Schon als kleiner Junge reift in ihm das Bedürfnis, der Gesellschaft die ihm gewährte Unterstützung zurückzugeben. Als Schüler, Student und mittlerweile als angehender Journalist animiert er seine Zeitgenossen, sich für die gesellschaftspolitischen Anliegen seines Landes, insbesondere die Freilassung der in den USA inhaftierten „Cuban Five“ einzusetzen. Der einstmals zerbrechliche Junge spendet heute seinen schwankenden Mitmenschen Kraft.
„Die Kraft der Schwachen“ bietet nachdenkliche Perspektiven auf das heutige Kuba, auf die dort existierenden Vorstellungen von Bildung und Inklusion und überrascht mit der Präsentation eines Neuen Menschen. Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Tobias Kriele. (Tel. 0170-9819854 oder tkriele@arcor.de)
Die Homepage mit Trailer: www.kraftderschwachen.de


Thule Tuvalu

Leben im Klimawandel: In Grönland schmilzt das Eis, Tuvalu versinkt: Der Film "Thule Tuvalu" zeigt das Leben von Menschen, die heute schon vom Klimawandel betroffen sind. Die üblichen Klimaexperten bleiben dagegen bewusst außen vor.
Thule liegt im obersten Norden Grönlands, Tuvalu ist ein kleiner Inselstaat im pazifischen Ozean. Trotz riesiger Entfernung und Gegensätzlichkeit, sind die beiden Orte durch ein gemeinsames Schicksal eng miteinander verbunden: Während in Thule das Eis immer mehr zurückgeht und zu Meerwasser wird, steigt in Tuvalu der Meeresspiegel immer mehr an. Der Film handelt von den Menschen in Thule und Tuvalu, deren Leben sich für immer verändert.
Ein Film von Matthias von Gunten.
Die Webseite mit Trailer: www.thuletuvalu.com


Mut zum Leben

Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz
Ein Film und Buch über Mut, Widerstand und die unzerstörbare Würde des Menschseins, mit Esther Bejarano, Yehuda Bacon, Éva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg - von Thomas Gonschior und Christa Spannbauer.
Der Film von Thomas Gonschior und Christa Spannbauer porträtiert vier außergewöhnliche Menschen von beeindruckendem Lebensmut, unzerstörter Hoffnung und tiefer Mitmenschlichkeit. Nie wieder soll ein Mensch erleben müssen, was ihnen widerfahren ist – dafür treten Esther Bejarano, Yehuda Bacon, Éva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg bis ins hohe Alter ein. Der Film begleitet sie bei ihren vielfältigen Aktivitäten, bei Gesprächen mit jungen Menschen aus Deutschland und besucht sie an ihren Wohnorten in Jerusalem, Budapest und Hamburg. Er zeigt die 88-jährige Esther Bejarano auf der Bühne mit Rappern und dem Liedermacher Konstantin Wecker. Das Finale bildet die Begegnung der Überlebenden in Würzburg bei der Wiederaufführung der Kinderoper Brundibár aus dem KZ Theresienstadt – bis heute ein Symbol für die unzerstörbare Würde des Menschseins. In eindrücklicher Weise bezeugen die vier Porträtierten, dass es neben dem unermesslichen Leiden des Holocaust auch noch etwas anderes gibt: den Triumph der Menschlichkeit über die Unmenschlichkeit, der sich in einer großen Liebeserklärung an das Leben kundtut.
Webseite: www.mut-zum-leben-filmprojekt.org
Trailer:
www.kapazunda.com/index.php?id=1&vid=29


Everyday Rebellion

Dokumentation über die jüngsten gewaltfreien Demokratiebewegungen weltweit, die umso wirkungsvoller sein können, je friedlicher sie sind. Die Idee zu dem Dokumentarfilm wurzelt in der ganz persönlichen Geschichte der Regisseure Arash und Arman T. Riahi, die als Kinder aus dem repressiven Regime des Iran geflüchtet sind. Schon früh kamen sie mit den unbegrenzten Möglichkeiten des friedlichen Widerstands in Berührung und sind seit jeher fasziniert von der Kraft und Leidenschaft, die daraus entspringen können. Mit ihrem Film haben sie eine Hommage an diese Art des Protests geschaffen, die ganz unaufgeregt, dafür aber umso ansteckender daher kommt. Der Arabische Frühling, die Occupy-Bewegung oder die spanischen Indignados - so unterschiedlich ihre Hintergründe sind, haben sie doch alle etwas gemeinsam: friedliche, aber dennoch kraftvolle Demonstrationen und kreative Aktivisten, die sich grenzüberschreitend gegenseitig inspirieren. Junge Menschen, die mit innovativen Methoden beweisen, dass der stille Protest immer noch der wirkungsvollste ist. Die Dokumentation nimmt diese gewaltfreien Demokratiebewegungen genauer unter die Lupe und stellt sie einander gegenüber.
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi
Cast: noch unbekannt
Laufzeit: 118 min.
FSK: noch unbekannt
Verleih: www.wfilm.com
Homepage und Trailer: www.kino.de/kinofilm/everyday-rebellion/140030


SONG FROM THE FOREST

Als junger Mann hörte der Amerikaner Louis Sarno im Radio einen Gesang, der ihn nicht mehr losließ. Er folgte den geheimnisvollen Klängen bis in den zentralafrikanischen Regenwald, fand ihren Ursprung bei den Bayaka-Pygmäen, einem Volk aus Jägern und Sammlern – und kam nicht mehr zurück. Louis Sarno hat über 1500 Stunden einzigartiger Bayaka-Musik aufgezeichnet und ist heute, 25 Jahre nach seiner Ankunft, ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft. Mit einer Bayaka-Frau hat er einen Sohn, den 13-jährigen Pygmäenjungen Samedi. Als Baby war Samedi schwer krank und lag im Sterben. Louis hielt ihn die ganze Nacht und versprach ihm: “Wenn du überlebst, zeige ich dir eines Tages die Welt, aus der ich gekommen bin.” Nun löst er sein Versprechen ein und reist mit seinem Sohn aus dem afrikanischen Regenwald in jenen anderen Dschungel aus Beton, Glas und Asphalt – nach New York City. Gemeinsam treffen sie Louis´ Familie und alte Freunde, darunter seinen engsten Freund seit Collagetagen, Jim Jarmusch. Getragen vom Kontrast zwischen Regenwald und urbanem Amerika, einem faszi-nierenden Soundtrack und den ruhigen und intimen Bildern des Films verweben sich leise Geschichten zum berührenden Portrait eines außergewöhnlichen Mannes.
Ein modernes Epos zwischen Urwaldriesen und Wolkenkratzern.
Buch und Regie: Michael Obert
Trailer und Webseite:
http://songfromtheforest.com/de/
oder auf http://youtu.be/5KmmifxhTH8


Das Salz der Erde

Dokumentarfilm von Wim Wenders, 109 Minuten. Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado widmen sich in der Dokumentation The Salt of the Earth dem Schaffen des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Während der letzten 40 Jahre hat der Fotograf Sebastião Salgado die Kontinente bereist und die Menschheit im Wandel abgelichtet. Er war Zeuge vieler großer Ereignisse der jüngeren Geschichte, und nun begibt er sich auf eine Entdeckungsreise in unberührte Territorien.
Auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde The Salt of the Earth 2014 mit dem Spezialpreis der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet. Regie führten Wim Wenders und Salgados Sohn Juliano Ribeiro Salgado.
Ankündigungs-Webseiten: www.kino.de/kinofilm/das-salz-der-erde/154335 und www.moviepilot.de/movies/the-salt-of-the-earth


The Human Scale

Bringing Cities to Life
Film von Andres M. Dalsgaard. Seit über 40 Jahren steht für den Architekten und Städteplaner Jan Gehl das Leben der Menschen in Großstädten im Mittelpunkt seiner visionären und revolutionären Arbeit. Jan Gehl und seine Kollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, neues Leben in die Innenstädte zu bringen, sie wieder lebenswert zu machen. Ihre Städteplanung zielt auf die Optimierung der Beziehung zwischen gebauter Umwelt und der Lebensqualität ihrer Bewohner. Sie wollen die Großstädte von der Überflutung durch Autos bewahren, Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer schaffen, öffentliche Plätze „zurückerobern”. Prominente Beispiele dafür sind die Fußgängerzone und die Fahrradwege in Kopenhagen, die Wiederbelebung der Innenstadt von Melbourne, die Fußgängerbereiche mit Sitzgelegenheiten auf dem Times Square in New York, der Wiederaufbau nach einem Erdbeben der Innenstadt von Christchurch, Neuseeland, in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die Millionenstädte Chongqing in China und Dhaka in Bangladesch – der nachhaltige Ansatz Jan Gehls und der Architekten, die seinem Weg folgen, veränderten diese Innenstädte merklich zu Gunsten ihrer Bewohner. THE HUMAN SCALE präsentiert die einzigartigen Möglichkeiten der Städtebauer und Architekten, Visionen von menschlichem und nachhaltigem Stadtleben aufzuzeigen. Regisseur Andreas M. Dalsgaard hat mit THE HUMAN SCALE ein ästhetisches Experiment geschaffen, einen wichtigen und inspirierenden Film – für alle Seiten: Verantwortliche in der Städteplanung, Architekten, aber auch für ein breites Kinopublikum. THE HUMAN SCALE ist die Dokumentation einer Zukunft, die uns längst eingeholt hat.
Webseite mit Trailer.


Watermark

Dokumentarfilm über das Wasser, seine Lebens- und kulturspendende Kraft und die Verunreinigung durch den Menschen. Der Dokumentarfilm erzählt verschiedene Geschichten aus aller Welt über unsere Beziehung zum Wasser. Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Zivilisation, keine wirtschaftliche Entwicklung. Wasser wird gestaut, um Energie zu gewinnen, es wird umgeleitet, um Wüste in Farmland zu verwandeln und Städte bewohnbar zu machen – meist mit verheerenden Konsequenzen. Der Dokumentarfilm WATERMARK der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Jennifer Baichwal und dem international bekannten Fotografen Edward Burtynsky lädt auf eine beeindruckende Reise zu verschiedenen Orten auf der Welt ein, die der menschliche Eingriff in den Wasserkreislauf tiefgreifend verändert hat.
Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt. Es verbindet Menschen, wenn sie gemeinsam davon trinken, ein heiliges Bad nehmen oder sich die Kraft der Flüsse und Ozeane zur Stromerzeugung nutzbar machen. 20 Stationen in zehn Ländern verbinden sich in dieser Dokumentation zu einem großen Ganzen. Die giftigblauen Rinnsale der Ledergerbereien in Bangladesch sind dabei genauso Teil des Wasserkreislaufs wie die unberührten Seen in British Columbia. Mittlerweile aber gefährdet der Mensch ihn durch extensive Nutzung nachhaltig.
Nach "Manufactured Landscapes" die zweite Zusammenarbeit der Dokumentarfilmerin Jennifer Baichwal mit dem Landschaftsfotografen Edward Burtynsky. Dessen analytischer Blick fürs Geometrische, oft Monumentale in natürlichen wie von Menschen geschaffenen Wasserwelten ergibt eine Bilderflut von atemberaubender Schönheit. Eine filmische Liebeserklärung und zugleich ein Weckruf. Der lehrreiche Film wurde schon mehrfach ausgezeichnet und gewann etwa den von der Toronto Film Critics Association vergebenen Preis als Best Documentary Feature.
Infos und Trailer
5-Minuten-Beitrag/Filmvorstellung des BR.
Infos: www.kino.de/kinofilm/watermark/152448



Voices of Transition

Fruchtbare Wege in die Zukunft.
Ein außergewöhnliches Filmprojekt über innovative Wege aus der sich heute zuspitzenden Ernährungskrise. Er soll der weltweiten Energiewende-Bewegung als Inspirationsquelle dienen und möglichst viele Menschen zum Handeln animieren ... hier und jetzt! Der Mut machende Dokumentarfilm „Voices of Transition“ zeigt anhand positiver Beispiele aus verschiedenen Ländern, wie wir unsere Felder und Städte auf die doppelte Herausforderung von Klimawandel und Erdölknappheit vorbereiten können. Im Film kommen die wichtigsten Protagonisten des sozialökologischen Wandels in Frankreich, England und Kuba zu Wort. Das kubanische Beispiel beeindruckt vielleicht am meisten: Anfang der 90er holte die Tropeninsel eine katastrophale Wirtschaftskrise heim. Mit viel Improvisation und Geschick schafften es die Kubaner jedoch, aus der Not eine Tugend zu machen und ohne Öl auszukommen. Heute ist das Land zum weltweiten Vorreiter in urbaner Ökolandwirtschaft avanciert.
Zum Trailer.
Film-Webseite.
In “Einfach. Jetzt. Machen!” (oekom verlag) – dem neuen Buch von Rob Hopkins, Begründer der Transition-Bewegung – werden mitreißende Beispiele solcher Initiativen porträtiert. Das Buch macht Mut, denn es zeigt ganz konkret: Aus dem Prinzip “einfach mal anfangen” können Projekte entstehen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft zum Besseren verwandeln.


IN TRANSITION 2.0

A story of resilience and hope in extraordinary times
Dokumentarfilm, Großbritannien 2012; Länge: ca. 65 Minuten; Regie: Emma Goude; Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln.
Die Transition-Town-Bewegung (etwa „Stadt im Wandel“) gestaltet seit 2006 vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Initiiert wurde die Bewegung u. a. von dem irischen Permakult-Designer Rob Hopkins und Studenten des Kinsale Further Education College in Irland. Der neue Film „IN TRANSITION 2.0" zeigt wunderbare Beispiele aus der ganzen Welt des „Transition Netzwerkes bzw. Movements" (u. a. aus Japan, Neuseeland, Indien, England, den USA u. v. m.). Der Film schenkt Einblicke in die Vielfalt und positive Kraft der weltweiten Bewegung und der Projekte vor Ort. Er macht Mut, neue Wege zu gehen und auszuprobieren. Geschichten von Menschen aus der ganzen Welt zeigen die Möglichkeiten von Veränderungsprozessen auf, angefangen von der Regionalwährung über lokale Wirtschaftssysteme, regionalem Anbau von Gemüse bis hin zu kreativen Gemeinschaften. Man erfährt von Städten und Gemeinden, die ihr eigene Währung drucken, an sehr unerwarteten Orten Gemüse anbauen, ihre lokale Wirtschaft fördern und Gemeindehäuser etablieren. Es ist ein soziales Experiment, das in unsicheren Zeiten mit Optimismus und neuen Lösungen reagiert. In einer Welt, die bei vielen Menschen von Zukunftsangst geprägt ist, ist dies eine Geschichte von Hoffnung und Einfallsreichtum. „In Transition" ist ein soziales Experiment mit Lösungen für eine nachhaltige und sinnerfüllte Zukunft und bewegt die Menschen nicht nur im Herzen, sondern auch, Dinge selbst auszuprobieren und aktiv zu werden. Ein Film für den Wandel in uns und um uns herum - ein Film nach dem jeder Besucher die Welle der Begeisterung spürt, die von diesem Netzwerk ausgeht.
Zum Trailer.
Initiativen in Deutschland:www.transition-initiativen.de


Verboten Verfolgt Vergessen

Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als Staatsfeinde. Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt - häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die schon in der Nazizeit in Amt und Würden waren - und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Auf diese Weise wurde erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik - und lange vor 1968 - eine große außerparlamentarische Bewegung zerschlagen. Eine Weichenstellung, die die politischen Verhältnisse in Deutschland bis heute belastet.
Gedreht in High Definition, Blu-ray, DVD, Länge: ca. 62 Minuten, Format: 16:9, D 2013
Regie: Daniel Burkholz
Copyright © 2013: Roadside Dokumentarfilm / Daniel Burkholz; alle Rechte vorbehalten.
Der Film bedíndet sich im Verleih von Roadside Dokumentarfilm. Bei Interesse bitten wir um Anfragen: Telefonisch: 0234-3241503, 0178-8899676; per email: info[at]roadside-dokumentarfilm.de
Zur Webseite.


Raising Resistance

Der Dokumentarfilm "Raising Resistance" von Bettina Borgfeld und David Bernet erzählt vom Kampf der Campesinos, der Kleinbauern Paraguays, gegen die sich immer aggressiver im Land ausbreitende Gen-Soja-Produktion und beschreibt anhand dieses Konfliktes die globalen Auswirkungen, die der Einsatz modernster Gentechnik im 21. Jahrhundert auf Mensch und Natur hat. Eine Parabel über das Verdrängen von Leben, von Menschen, von der Vielfalt der Pflanzen und Kulturen. Und darüber wie Widerstand entsteht, sowohl beim Menschen als auch in der Natur.
„Raising Resistance” auf DVD: Dokumentation, 84 Min.
Darsteller: Bettina Borgfeld, David Bernet; Sprache: Deutsch, Spanisch; Tonformat: Dolby Surround Sound 5.1; Bild: Widescreen
Webseite: http://raising-resistance.com


ALPHABET

98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%. Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten. Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden. Egal, welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden. Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je. Denn neuerdings weht an den Schulen ein rauer Wind. „Leistung“ als Fetisch der Wettbewerbsgesellschaft ist weltweit zum unerbittlichen Maß aller Dinge geworden. Doch die einseitige Ausrichtung auf technokratische Lernziele und auf die fehlerfreie Wiedergabe isolierter Wissensinhalte lässt genau jene spielerische Kreativität verkümmern, die uns helfen könnte, ohne Angst vor dem Scheitern nach neuen Lösungen zu suchen. Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.
Nach WE FEED THE WORLD und LETS MAKE MONEY ist der Film ALPHABET der abschließende Teil einer Trilogie, der die Themen der beiden vorherigen Filme nochmals aufgreift und wie in einem Brennglas bündelt. ALPHABET ist Erwin Wagenhofers bisher radikalster Film.
Webseite und Trailer.


DAS GEHEIMNIS DER BÄUME

Ein faszinierender Dokumentarfilm über das Wunderwerk Baum. Er nimmt uns mit auf eine magische Reise zum Ursprung unseres Lebens – nicht umsonst werden die gewaltigen Ur- und Regenwälder die grüne Lunge unseres Planeten genannt. Wir begleiten den Botaniker Francis Hallé und sehen, wie Bäume geboren werden, wie sie leben und wie sie sterben. Derjenige, der glaubt, Bäume seien reglos, wortlos, harmlos – der wird durch diesen beeindruckenden Film überrascht werden. Der Film entführt den Zuschauer auf eine poetische Reise, auf der er nicht nur in die Geheimnisse der Bäume eingeweiht, sondern auch für deren Gefährdung sensibilisiert wird: Sterben die Bäume – dann stirbt unsere Erde, denn sie sind lebensnotwendig für unser Ökosystem und für uns, den Menschen. Vom ersten Wachsen des Urwaldes bis hin zur Entwicklung der einzigartigen Verbindung zwischen Pflanzen und Tieren entfalten sich nicht weniger als sieben Jahrhunderte vor den Augen des Zuschauers, der Zeuge eines der größten Naturwunder wird. Mit imposanten Kamerafahrten aus der Vogelperspektive bis in mikroskopische Details und faszinierende Zeitrafferaufnahmen präsentiert der Film bildgewaltig und eindrucksvoll den Gesamtorganismus Wald. Die Bezeichnung „tropischer Wald“ beinhaltet alle Waldzonen zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis. Sie bedecken etwa 35 Prozent des Landes zwischen den beiden Wendekreisen und machen fast die Hälfte der gesamten Waldfläche der Welt aus. Die größten Waldflächen sind im Amazonasgebiet, im Kongobecken und in Südostasien zu finden.
Buch & Regie: Luc Jacquet
Webseite mit Trailer.


SCHULDEN G.m.b.H.

„Guten Morgen! Dürfen wir einen Sprung hereinkommen?“ Der Film begibt sich in die Welt der Berufsgruppen, die von jenen leben, die ihre Schulden kaum mehr bedienen können: der Gerichtsvollzieher, Inkassobüros, Detektive, Schuldnerberater, Auktionäre. Der Film erzählt vom Fangenspiel zwischen Schuldnern und Inkassanten und beobachtet jene, die berufsbedingt Verluste in Guthaben, Ratenvereinbarungen, Zinsendienste, Abstotterverträge oder Zwangsräumungen umwandeln. Ein Film über Abbruchzonen der Wirtschaft und die geübte Abwicklung neuer Armut.
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Chaising Ice

Chasing Ice ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2012. Porträtiert wird die Arbeit des Naturfotografen James Balog, der im Rahmen seines Extreme Ice Survey-Projekts den zunehmenden Gletscherschwund in Folge der globalen Erwärmung visuell dokumentierte. Regie führte Jeff Orlowski. Der "National Geographic"-Photograph James Balog war früher ein großer Skeptiker im Bezug auf den Weltklimawandel. Doch das hat sich durch seine Expedition und die damit verbundene Langzeitstudie EIS (Extreme Ice Survey) in die Arktis mit einem jungen, abenteuerlustigen Team grundlegend geändert. Im Frühjahr 2005 unternahmen sie zusammen den gefährlichen Trip in die Eislandschaft, um dort Beweise für den Klimawandel zu finden. Mithilfe von speziellen Zeitrafferkameras hielten sie die Veränderungen von Gletschern im Laufe der Zeit fest, die unter anderem ein Folgeprodukt des Treibhauseffektes sind. Die Entdeckungen, die sie dabei machten, öffneten dem ehemaligen Zyniker die Augen - der Klimawandel lässt sich für ihn nicht mehr infrage stellen. Allerdings dauerte es noch Jahre, bis die Resultate im Labor vorlagen und Balogs Arbeit Früchte trug. Der Film beinhaltet unter anderem Ausschnitte aus der bisher längsten Videoaufnahme eines kalbenden Gletschers. Chasing Ice erhielt über 30 Auszeichnungen bei verschiedenen Filmfestivals.
Regie: Jeff Orlowski, 75 Minuten
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Slow Food Story

Die Geschichte einer Revolution durch Genuss
Die ganze Welt ist von Fast-Food-Filialen besetzt... Die ganze Welt? Nein! Eine von unbeugsamen Italienern bevölkerte kleine Stadt hört nicht auf, den erdumspannenden Burgern und ihrem Gefolge Widerstand zu leisten.
Was in der kleinen Stadt Bra im Nordwesten Italiens vor 25 Jahren als fast aussichtsloser Kampf gegen Fast-Food-Konzerne begann, ist heute zu einer internationalen Bewegung geworden: „Slow Food“. Ihr Zaubertrank ist der gute italienische Wein und ihr Kampfgeist kann sich mit dem der berüchtigten Gallier allemal messen. In über 150 Ländern setzt sich Slow Food mittlerweile für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln ein – in der Produktion ebenso wie in der Zubereitung.
Spannend und amüsant erzählt Regisseur Stefano Sardo die SLOW FOOD STORY und zeigt, dass hinter „Slow Food“ mehr steht, als die Liebe zu gutem Essen: Es geht um den Erhalt kultureller und biologischer Vielfalt, um den Schutz des Planeten und um bewusste Entschleunigung im eigenen Leben. Wir haben es schon geahnt: Schneller, höher, weiter ist nicht immer besser. Aber wie sich aus dem Wahnsinn ausklinken? SLOW FOOD STORY zeigt, dass es möglich ist.
Italienischer Dokumentarfilm 2013, Regie Stefano Sardo, 73 Minuten.
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Die Ökonomie des Glücks

Wirtschaftliche Globalisierung hat zu massiver Expansion und Machterweiterung von Großunternehmen und Banken geführt, wodurch die Probleme verschärft wurden, mit denen wir heute konfrontiert sind. „Die Ökonomie des Glücks" identifiziert die Ursachen der aktuellen Krisen von der globalen Erwärmung über das Finanzchaos bis hin zu steigender Arbeitslosigkeit und Depression und bietet darüber hinaus Lösungen für diese schweren Krisen.
Das Ziel des Films ist es, Verbindungen zwischen den drängenden Problemen dieser Zeit aufzuzeigen und auf das globale, nicht nachhaltige Wirtschaftssystem zurückzuführen. In einer beeindruckend deutlichen Art und Weise gelingt es der Dokumentation, die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar darzustellen. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aus der ganzen Welt argumentieren weiter für eine Lokalisierung wirtschaftlichen Handelns als wichtige Strategie um unsere Welt, Ökosysteme, Gesellschaften und uns selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Der Film zeigt, dass unsere Probleme systembedingt sind. Dennoch zeigen unzählige Initiativen einen Weg zu demokratischeren, menschlicheren, ökologischen und lokalen Ökonomien – zur „Ökonomie des Glücks".
Die Dokumentation regt dazu an darüber nachzudenken, ob und wie auch das eigene Handeln lokal und nachhaltig gestaltet werden kann und provoziert eine Auseinandersetzung mit den eigenen Annehmlichkeiten und ihre globalen Auswirkungen.
Produziert wurde die Dokumentation von der renommierten Wissenschaftlerin und Autorin Helena Norberg-Hodge. Sie gründete die Internationale Gesellschaft für Ökologie und Kultur ISEC (International Society for Ecology and Culture) sowie das Ladakh-Projekt, dem Vorgänger von ISEC.
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Frohes Schaffen

Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral
Konstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit.
Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.
Ein Film von Konstantin Faigle, Deutschland 2012, 98 Minuten
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POPULATION BOOM

Horrorszenario Überbevölkerung: „Population Boom“
7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zuviel? Gibt es zu viele Menschen? Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” bereist der neugierige Dokumentarist Werner Boote unseren Planeten und untersucht für POPULATION BOOM ein jahrzehntelang festgefahrenes Weltbild. Für ihn stellt sich eine völlig andere Frage: Wer oder was treibt dieses Katastrophenszenario an? Droht nicht die Ökosphäre, die Weltwirtschaft, ja der ganze Planet bereits unter überschüssigen Menschen zu ersticken?
Werner Boote ist dieser Frage einen Film lang nachgegangen und hat es sich dabei nicht leicht gemacht. Er bereiste dafür westliche Macht- und Finanzzentren, wo er, angetan mit Anzug, Krawatte und Regenschirm, unauffällig mit der Umgebung verschmilzt. Aber auch gigantische Slums und menschenleere Weiten, wo ihn Anzug und Krawatte auch für westliche Augen befremdlich westlich wirken lassen.
Und je mehr er sich im Zuge dieser Reise mit den allgemein akzeptierten Gewissheiten beschäftigt - die Erde ist übervölkert, die Ressourcen kaum noch da für die vorhandenen, geschweige denn für noch mehr Menschen, und obendrein heizt das Bevölkerungswachstum den Klimawandel und seine verheerenden Folgen unkontrollierbar an, die Bevölkerung muss schrumpfen, und das vor allem dort, wo sie derzeit noch am stärksten wächst - desto mehr beginnt er an diesen Gewissheiten zu zweifeln.
Das Publikum ist eingeladen, mitzudenken und mitzuzweifeln.
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Goldman Sachs

Eine Bank lenkt die Welt
Dokumentarfilm, F 2012, ARTE F, HD Regie: Jérôme Fritel, Marc Roche. 72 Minuten.
Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt. Auch gegen den Euro soll Goldman Sachs spekuliert haben und an der Wirtschaftskrise Griechenlands nicht unbeteiligt sein.
Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mechanismen der finanziellen und politischen Machenschaften der Bank.
Seit fünf Jahren steht die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs für sämtliche Exzesse und Entgleisungen der Finanzspekulation. Durch hochspekulative Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit der amerikanischen Privathaushalte konnte sich die Bank an der aktuellen Finanzkrise bereichern und wurde dank ihrer politischen Verbindungen selbst vor dem Bankrott bewahrt. Als die amerikanische Krise über den Atlantik nach Europa schwappte, wurde Goldman Sachs zu einem der Protagonisten der Euro-Krise: Die Bank soll gegen die europäische Einheitswährung spekuliert und die griechische Staatsschuldenbilanz mit Hilfe komplexer und undurchsichtiger Währungsgeschäfte geschönt haben. Als die europäischen Regierungen nacheinander dem Zorn der Wähler zum Opfer fielen, nutzte Goldman Sachs die Gunst der Stunde, um ihr komplexes Einflussgeflecht auf den alten Kontinent auszuweiten.
Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Mit weltweit einzigartigen Verflechtungen und einem Heer aus 30.000 Bankern konnte Goldman Sachs auch in den letzten fünf Krisenjahren kräftige Gewinne einstreichen, seine Finanzkraft weiter ausbauen, seinen Einfluss auf die Regierungen stärken und sich vonseiten der amerikanischen und europäischen Justiz völlige Straffreiheit zusichern.
Das Geschäftsgebaren der Bank ist überaus diskret. Ihr Einfluss reicht weit in den Alltag der Bürger hinein - vom Facebook-Börsengang über die Ernennung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis hin zum Lobbying gegen die Regulierung des Finanzsektors. Der Arm der Bank ist lang, und sie befindet sich stets auf der Gewinnerseite.
Zu sehen auf ARTE: Dienstag, 24. September 2013 um 20.15 Uhr
www.arte.tv/de/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt/6820372,CmC=6891612.html
Der Film auf YouTube: www.youtube.com/watch?v=cTjnPp2KhLw


Bottled Life

Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser
Ein Film von Urs Schnell. Dauer: 90 Min.
Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.
Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.
Deza-Millionen für Nestlé und Co.: Der brasilianische Wasseraktivist Franklin Frederick hinterfragt die Rolle der Deza im Zusammenhang mit der Water Resources Group WRG. Die WRG wurde 2008 von Konzernen wie Nestlé, Coca Cola und Pepsi gegründet, um "den Wassersektor zu transformieren", d.h. zu privatisieren.
Die Deza, die Agentur für internationale Zusammenarbeit des schweizerischen Aussendepartementes EDA, unterstützt die sogenannte Water Resources Platform4. Neben der WRG ist bei diesem Projekt etwa auch die Water Initiative des World Economic Forum WEF dabei. Der Beitrag der Deza an diese Plattform beträgt für die Zeitspanne von Oktober 2012 bis Juni 2014 nicht weniger als 2’983’760 Franken.
Für Ihre Arbeit am Dokumentarfilm "Bottled Life - Nestlés Geschäfte mit dem Wasser" gewinnen der Zürcher TV-Journalist Res Gehriger und der Berner Filmregisseur Urs Schnell den renommierten deutschen Herbert-Quandt-Medienpreis für Wirtschaftsjournalismus.
Der Film: http://bottledlifefilm.com
Webdoku:
http://de.bottledlife.tv/
Trailer:
http://youtu.be/czfSwjx4yYA


MASTER OF THE UNIVERSE

Dokumentarfilm, Regie: Marc Bauder, 88 Min, Semaine de la Critique, Locarno 2013 (Hauptpreis der Jury). Durch seine Hände gingen Millarden. Er selbst gerät ins Staunen, wenn er laut über staatliche Rettungsaktionen von Banken nachdenkt. Die Finanzwelt ist zwar eine gläserne Welt und dennoch kaum zu durchschauen. Wer kennt sich schon aus in Finanztheorien? Reichtum, Macht und Herrschaftswissen schließen den Großteil der Bevölkerung aus. Das Jonglieren von unermesslichen Geldbeträgen bleibt einer kleinen Minderheit vorbehalten.
Der deutsche Filmemacher Marc Bauder beschäftigt sich in seinen Filmen immer wieder mit der Welt des Geldes. Sein neues Werk "Master Of The Universe" feierte in Locarno gerade Weltpremiere. Darin erklärt der Ex-Banker Rainer Voss eindrücklich das Innenleben von Banken. Bauder stellt die richtigen Fragen, gibt sich nicht mit den erstbesten Antworten zufrieden. Sein Film ermöglicht glasklare Einsichten ins Finanzwesen. Der Erkenntnisgewinn ist hoch, obwohl die Fakten alle bekannt sind.
Rainer Voss berichtet von seinem eigenen Aufstieg in den 1980er Jahren, zeitgleich mit den Banken. Der ehemalige Investmentbanker weiß, wie es sich anfühlt, "Master Of The Universe" zu sein, sehr viel Geld zu verschieben und daran selbst viel zu verdienen. Er kennt das geschlossene System von innen, war lange Zeit ein Teil davon. Finanzkrisen häufen sich in immer kürzeren Abständen. Eine Lösung erwartet Voss nicht aus der Branche. "Master Of The Universe" kann keine endgültigen Antworten geben. Dafür gelingt ein Einblick, den man bisher nur selten bekam. Keine böse Abrechnung, sondern eine spannende Entmystifizierung der Finanzwelt ...
Quelle "3sat Kulturzeit": www.3sat.de/kulturzeit/kuz_titel.html
Info: www.bauderfilm.de/MASTER.html
Trailer: http://vimeo.com/72475627


Herz des Himmels - Herz der Erde

Ein Film von Frauke Sandig und Eric Black. Am 21. Dezember ging die Welt nicht unter, sagen die heutigen Nachfahren des Maya-Volkes, denn sie geht bereits unter. Die Mörder sind unter ihnen. Sie kommen aus dem Norden Amerikas und von anderen Kontinenten. Sie erobern immer noch. Sie rotten immer noch aus. Sie plündern die Natur. Die ganze Erde. Das ist ihr Plan. Im Urwald hat es sich herumgesprochen – bei uns nicht.
Die 100-Minuten-Dokumentation "Herz der Himmels, Herz der Erde" lief mit großem Erfolg auf internationalen Festivals von Leipzig bis Toronto. Zu recht heißt es: „Ein bewegender, eindringlicher Film voller Respekt für seine Protagonisten, der in Bildern voller Schönheit, Schmerz und Hoffnung die Möglichkeit einer anderen Weltsicht erschließt.“
„Die Filmemacher Frauke Sandig und Eric Black reisen in die Traumlandschaften des mexikanischen Chiapas und nach Guatemala, in die Heimat von neun Millionen Maya. Sie begleiten junge Maya in ihrem Alltag, ihren Zeremonien und ihrem Widerstand gegen Goldminen und Kahlschlag.“
Beeindruckender kann ein Film wohl nicht sein: 100 Minuten, die einem den Atem stocken lassen. Am Ende steht man vor der Frage, weshalb wir schweigen.
Als DVD erhältlich: www.herzdeshimmels-herzdererde.de


WER RETTET WEN

Internationaler Aufruf zur Unterstützung des Films
Ein Film von unten - ein Film, den wir jetzt brauchen. Helfen Sie mit, dass ein Film entsteht, der zeigt, wie Banken auf unsere Kosten gerettet werden und die Demokratie auf der Strecke bleibt. Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, den Machern des Films „Water makes Money“.
Der Film beginnt mit Eindrücken der Zerrissenheit unserer Gesellschaft. Politiker jonglieren mit billionen- schweren Rettungsschirmen, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Egal wer gewählt wird, die Märkte bewerten und entscheiden letztlich jede wirtschaftspolitische Entscheidung. Kaum ein Politiker wagt es noch, gegen ihren Rat zu handeln. Alternativen sind nötig und möglich. Wann fangen wir an, den Märkten Fesseln anzulegen?
Zum Film-Trailer: http://youtu.be/LflDK7xyiLk
Zum Filmprojekt: http://wer-rettet-wen.org/index.php/de/kurzfassung/kurzfassung
Zwei Möglichkeiten, dem Filmprojekt Ihren Beitrag zukommen zu lassen: http://wer-rettet-wen.org/index.php/de/ihr-beitrag


„Can’t be silent – On Tour with The Refugees“

Ein Film über die Konzerttour Strom & Wasser feat. The Refugees. Im Frühjahr 2012 startete die Band The Refugees gemeinsam mit Heinz Ratz und seiner Band Strom & Wasser eine Konzertreise. Die Hälfte der beteiligten Künstler sind Flüchtlinge in Deutschland. Sie erzählen konkret über die Umstände in den Lagern, ihrer konkreten Lebenssituation, ihren Ängsten, aber auch Träumen und Hoffnungen. Das Filmteam um Regisseurin Julia Oelkers begleitete die Konzerte. Im Film wird über Musik und Interviews noch einmal sehr eindringlich dargestellt, was es bedeutet, als Flüchtling in Deutschland zu leben. Er wurde auf dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney mit dem DGB Filmpreis ausgezeichnet!
Mehr Infos: http://plan-alternative.de/index.php/2013/07/13/cant-be-silent-ein-film-uber-die-konzerttour-strom-wasser-feat-the-refugees/ und auf http://1000bruecken.de/


Uranium Film Festival

Uranium Film Festival in München 26. - 29.09.2013
Das Uranium Film Festival ist ein Projekt des Arquivo Amarelo (Gelbes Archiv), eine in Brasilien als gemeinnützig registrierte Initiative für Kulturförderung und Umweltbildung mit Sitz in Rio de Janeiro. Das Festival will zum einen zur Aufklärung über atomare und radioaktive Gefahren beitragen und zum anderen neue unabhängige Produktionen zu diesem, für Gegenwart und Zukunft der Menschheit wichtigen Thema stimulieren.
Auch wenn Länder wie Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen sind oder aussteigen wollen, werden wir schon allein aufgrund des bereits produzierten radioaktiven Abfalls noch über Tausende von Jahren weiter mit radioaktiven Gefahren leben müssen. Außerdem investieren andere Länder wie Brasilien, Argentinien, China, Frankreich und Indien weiter in Atomkraft und Uranbergbau. Aufklärung über Radioaktivität und strahlendem Abfall muss deshalb kontinuierlich fortgesetzt werden - und das Medium "Film" ist eines der besten Mittel dazu. Das Uranium Film Festival und das Arquivo Amarelo geben unabhängigen Filmemachern eine Chance ihre wichtigen Produktionen einem globalen Publikum zu präsentieren.
Das Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Festival, das sich der gesamten Atomkette gewidmet hat: Vom Uranbergbau bis zum Atommüll; von Hiroshima bis Falluja und Fukushima. Die Folgen der Atombombenabwürfe und Tausender von Atombombentests, die atomaren Unfälle wie Harrisburg 1978, Tschernobyl 1986 oder der radioaktive Unfall von Goiânia 1987 in Zentralbrasilien dürfen nicht vergessen werden. Das Medium Film ist eines der besten Mittel dazu.
Zur Quelle und Webseite.


Gasland

Flammen aus dem Wasserhahn, kranke Menschen, tote Tiere: Trotz vieler Alarmzeichen setzen die USA flächendeckend auf Fracking. Wie gefährlich ist die Gas-Fördermethode wirklich? Das explosive dokumentarische Roadmovie von John Fox wurde für einen Oscar nominiert und mehrfach ausgezeichnet. Überall in den USA wird intensiv nach Schiefergas gesucht. Das Ziel besteht darin, durch die Gasgewinnung unabhängig von Erdölimporten zu werden und somit die Energieautonomie des Kontinents zu gewährleisten. Halliburton, das marktführende Unternehmen für Gasförderung in den USA, hat das Fracking entwickelt. Dabei wird nach Tiefbohrungen Wasser, zumeist mit Quarzsand vermischt, in das Gestein gepresst, um dort Risse zu erzeugen und offen zu halten. Dadurch wird die Durchlässigkeit der Gesteinsschicht erhöht, und Fluide wie Erdgas, Erdöl oder Wasser können leichter zur Bohrung fließen und an die Oberfläche gefördert werden. Dank dieser Fördertechnik wollen die USA zum "Saudi-Arabien des Schiefergases" werden. Aber welche Gefahren birgt diese Methode? Als der Filmemacher Josh Fox ein Schreiben erhielt, in dem er aufgefordert wurde, seinen Boden für Bohrungen zu vermieten, beschloss er, durchs Land zu fahren und den wohl gehüteten Geheimnissen, Lügen und Giften auf die Spur zu kommen. In den Staaten Colorado, Wyoming, Utah und Texas suchte der Regisseur vom neuen Gasboom betroffene Landsleute auf und sprach mit Wissenschaftlern, Politikern und Vertretern der Gasindustrie. Das Ergebnis seiner Untersuchung lautet: Das Fracking ist eine Umweltkatastrophe von nie gekanntem Ausmaß. Verschmutzung der Luft, der Wasserwege, des Grundwassers, chronische Gesundheitsprobleme, Tiersterben und brennbares Trinkwasser sind Folgen dieser umstrittenen Technik der Rohstoffgewinnung. Der Dokumentarfilm von Josh Fox ist eine aufregende Untersuchung, die die Welt vor einer Katastrophe warnt, die durch das Fracking drohen könnte.
Quelle: http://www.arte.tv/guide/de/048120-000/gasland
Gasland ist ein vom Filmemacher Josh Fox geschriebener und inszenierter US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010. Der Film beschäftigt sich mit den Auswirkungen der in den USA bereits häufig angewandten Tiefbohrtechnik Fracking, mit der Gasvorkommen erschlossen werden, indem man unterirdisch künstliche Risse erzeugt. Dafür reiste er durch mehrere betroffene Regionen der USA. Der Film präsentiert einerseits Aussagen und Erlebnisse der von den negativen Auswirkungen betroffenen Anwohner, und lässt andererseits zahlreiche Experten zu Wort kommen.


Atomic Africa

Dokumentarfilm "Atomic Africa" von Marcel Kolvenbach
Ein Film über die dramatischen Konsequenzen des Uran- Abbaus, der für den Betrieb von Atomkraftwerken notwendig ist.Seit Jahren schon sind es afrikanische Staaten, die weltweit die Riege der Länder mit dem stärksten Wirtschaftswachstum anführen. Doch der neue Boom braucht Energie, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Immer mehr afrikanische Regierungen wollen deshalb auf Atomkraft setzen. Nach einer Prognose der Internationale Atomenergie-Organisation IAEA sollen bis 2050 in Afrika 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden, ganz nach dem Motto: "We want power, no arms" ("Strom statt Waffen"). Der Abbau von Uran, der Anfang der nuklearen Brennstoffkette gefährdet Leben und Existenz der Menschen in Afrika. Die dafür benötigten Uranreserven der Sahara sind hart umkämpft, stellen sie doch die wichtigste Quelle für Frankreichs Atommeiler dar. Der Filmemacher Marcel Kolvenbach zeigt eindrucksvoll, wie der Uranabbau die Lebensbedingungen vor Ort verschlechtert und die wenigen Atomkraftgegner in Afrika um ihr Leben fürchten.
Kein Uran aus dem Herzen Afrikas: Der kongolesische Umwelt- & Menschenrechtsaktivist Golden Misabiko macht im Rahmen der Fertigstellung des Dokumentarfilms ATOMIC AFRICA, in dem er eine zentrale Rolle spielt, eine Deutschlandrundreise.
Die TV-Erstausstrahlung war am Donnerstag, den 6. Juni um 23:15 Uhr im WDR Fernsehen.
Filmproduktion: http://www.a-o-buero.de/de/filme/filme/datum/2013/05/31/atomic-africa/


Midway

Der hervorragende Trailer zum Film "Midway" sei jedem Menschen ans Herz gelegt.
Der Film kommt gegen Ende des Jahres in die Kinos – hoffentlich auch in Deutschland.
Mehr vom Produzenten: www.youtube.com/journeytomidway.


MIDWAY : trailer : a film by Chris Jordan from Midway on Vimeo.




ARTE Edition

Die Zukunft pflanzen
Dokumentarfilm von Marie-Monique Robin
ARTE EDITION/absolut Medien, 90 Minuten, Preis: 14,90 €
Die Menschenrechtserklärung von 1948 beinhaltet das Grundrecht auf Nahrung. Aber wie soll man diesem Grundrecht Geltung verschaffen angesichts klimatisch bedingter Hungerkatastrophen, der Erschöpfung von Böden und Wasserquellen, dem Verlust der Artenvielfalt und der weltweiten Landflucht von Bauern? Die Filmautorin Marie-Monique Robin besuchte Agronomen, Ökonomen und Vertreter internationaler Hilfsorganisationen, um eine Antwort auf die drängende Frage zu finden, wie wir die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren können.
Weitere Titel zum Thema Filme von Marie-Monique Robin: Monsanto, Mit Gift und Genen, Unser täglich Gift.
http://www.arte-edition.de/search/?s=bnltpbf4lftda8tfzeksnobk8vlpffziu4bltq

Unser täglich Gift
Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden. Und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A (BPA) wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können. Schließlich wird vor allem deutlich gemacht, wie der Mensch sein Immunsystem durch gesunde Ernährung stärken kann. Dass dies möglich ist, beweisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.
ARTE Frankreich 2010
www.arte.tv/guide/de/042273-000/unser-taglich-gift

Schattenkampf
Dokumentarfilm von Bernard George und Olivier Wieviorka
ARTE EDITION/absolut Medien, 312 Minuten auf 3 DVD, Preis: 39,90 €
In Norwegen, Dänemark, England, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, Polen, Jugoslawien, Griechenland, Russland und auch in Deutschland kämpften Menschen gegen Hitlers Nazi-Diktatur, gegen Krieg und Barbarei. Waren es zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meist spontane Einzelaktionen, so organisierte und radikalisierte sich der Widerstand im Verlauf des Kriegs. Dieser Widerstand war von den unterschiedlichen politischen Verhältnissen in den einzelnen Ländern geprägt, seine Kämpfer gehörten den verschiedensten Parteien und Gesellschaftsschichten an, die Ziele, Hoffnungen und Zukunftsvisionen waren mannigfaltig und häufig unvereinbar. Mit Hilfe von Zeitzeugen aus zwölf Ländern zeichnet „Schattenkampf“ erstmals die Geschichte des Widerstandes in Europa nach.
http://www.arte-edition.de/item/97.html


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